23:10 14 Juli 2020
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    Münchner Sicherheitskonferenz 2020 (34)
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    Chinas Außenminister Wang Yi hat die USA aufgefordert, sich auf die Koexistenz mit der aufsteigenden Supermacht einzustellen.

    „Man akzeptiert in den USA keinen Erfolg eines sozialistischen Landes“, sagte Wang am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz.  Damit reagierte er auf eine scharfe Kritik vonseiten des US-Außenministers Mike Pompeo.

    Wang betonte, dass sein Land eine starke und geeinte EU wolle und engere Kontakte zu Europa suche. Es gebe zwischen Europa und China mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen, sagte er mit Blick auf die multilaterale Zusammenarbeit etwa beim Handel oder Klimaschutz, während sich die USA immer unilateraler verhalten würden.

    Was die Beteiligung des chinesischen Unternehmens Huawei am Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes anbetrifft, so äußerte er sich zu diesem Streitthema ziemlich zurückhaltend. Wang hob hervor, dass viele EU-Länder einen „wissenschaftsbasierten“ Ansatz wählten. Dabei spiele die Entscheidung einiger europäischer Länder – wie Großbritanniens oder Deutschlands, Huawei nicht total auszuschließen, eine bedeutende Rolle, wie dies die USA eben fordern.

    Zum Thema „Coronavirus“ sagte Wang, dass China diese Herausforderung bewältigen werde und dies der Entwicklung des Landes nur vorübergehend schaden werde.

    Zuvor hatten der US-Außenminister Mike Pompeo und der US-Verteidigungsminister Mark Esper die kommunistische Führung in China scharf kritisiert. Wang sprach daraufhin von „Schmierkampagnen und Lügen“. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Supermacht USA das Vertrauen in der Welt und „ihren gesunden Menschenverstand“ nicht verlieren werde.

    ek/mt/rtr

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    Münchner Sicherheitskonferenz 2020 (34)

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    Tags:
    Vertrauen, Coronavirus, Huawei, Koexistenz, Mark Esper, Wang Yi, China, USA