00:19 12 Juli 2020
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    Israel hat nach dem Beschuss des Südens des Landes aus der Palästinensischen Enklave die zuvor vereinbarten Lockerungen für die Bevölkerung des Gazastreifens aufgehoben. Dies tat der Koordinator der Regierungsaktivitäten in den palästinensischen Territorien, Kamil Abu Rukun, kund.

    „Nach erneuten Raketen- und Luftballonstarts vom Gazastreifen aus wurde beschlossen, die für dieses Gebiet geplanten Zivilmaßnahmen aufzuheben, wie die Ausweitung der Fischfangzone, Erteilung von 500 Handelsgenehmigungen, und die Zement-Einfuhren“, so Abu Rukun via Kurznachrichtendienst Twitter.

    Bei der Bestimmung der weiteren Politik gegenüber der Enklave werde Israel von der operativen Auswertung der Lage ausgehen.

    Am Samstagabend waren zwei Raketen von dem Küstenstreifen aus in Richtung Israel abgefeuert worden. Warnsignale ertönten im Kibbutz Kissufim im Süden des Landes.

    Nach Angaben des Chefs der palästinensischen Fischergewerkschaft, Nizar Ayash, wurde am Sonntagmorgen die noch am Freitag auf 15 Seemeilen ausgeweitete Fischfangzone an der Küste des Gazastreifens wieder auf neun Seemeilen beschränkt.

    Die Behörden des Gazastreifens werfen Israel vor, seine von dem Oslo-Abkommen vorgesehene Kontrolle der Fischfangzone am Gazastreifen zur Druckausübung auf Palästinenser während der Eskalationen zu verwenden.

    asch/ae/sna

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    Sanktionslockerung, aufheben, Aufhebung, Lockerung, Fischfang, Raketenangriff, Gazastreifen, Israel