04:22 25 November 2020
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    CDU-Politikerin soll übergangsweise Regierungschefin werden; Schleswig-holsteinischer Ministerpräsident Daniel Günther will im Wahlkampf weiter auf Merkel setzen; Linke fordern Bericht über Verhaftete; Streiks in Griechenland; Coronavirus-Epidemie soll sich erst Ende April stabilisieren; Australier scheitert mit Krokodil-Rettung

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    CDU-Politikerin soll übergangsweise Regierungschefin werden

    Zur Lösung der Regierungskrise in Thüringen hat die Linke überraschend vorgeschlagen, übergangsweise die frühere CDU- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht als Regierungschefin einzusetzen. Die 61-Jährige soll demnach etwa 70 Tage lang eine technische Regierung mit drei Ministern bilden, bis ein neuer Landtag gewählt ist. Ex-Regierungschef Bodo Ramelow sagte am Abend nach einem Treffen von Linkspartei, CDU, SPD und Grünen in Erfurt, er wolle mit seinem Vorschlag einen für alle akzeptablen, überparteilichen Weg eröffnen, als Beitrag zur Stabilisierung des Landes.

    Günther will weiter auf Merkel setzen

    In der Diskussion über die Neuaufstellung der CDU regt der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther an, weiter auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel als Zugpferd im nächsten Bundestagswahlkampf zu setzen. Mit Angela Merkel habe man als CDU alle Chancen, ein sehr gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl zu holen, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Kramp-Karrenbauer trifft sich heute mit dem früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz, um das weitere Vorgehen bei der Kandidatensuche für CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur zu erörtern.

    Linke fordern Bericht über Verhaftete

    Nach der Verhaftung mehrerer mutmaßlicher Mitglieder einer rechten Terrorzelle haben die Linken im Bundestag zur nächsten Sitzung des Innenausschusses einen Bericht über die Verdächtigen verlangt. Sie frage sich, ob V-Leute des Verfassungsschutzes darin involviert waren, sagte die Linken-Innenpolitikerin Ulla Jelpke der Düsseldorfer Rheinischen Post. Oft genug hätten die Geheimdienste selbst zum Aufbau rechter Strukturen beigetragen oder ihre schützende Hand über diese gehalten, um ihre Quellen nicht zu gefährden, wie im Fall des NSU, sagte Jelke der Zeitung. Die Bundestagsabgeordnete verwies darauf, dass auch ein Polizeiangehöriger zu den gefassten mutmaßlichen Extremisten gehörte.

    Streiks in Griechenland

    Umfangreiche Streiks haben heute zu erheblichen Behinderungen in Griechenland geführt. Vor allem die Küstenschifffahrt und der Nahverkehr brachen vollständig zusammen. In der Ägäis und im Ionischen Meer sei am Morgen keine Fähre ausgelaufen, berichteten griechische Medien. In Athen entstand ein gewaltiges Verkehrschaos, weil alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Bahnen bestreikt wurden. Die Menschen versuchten, mit ihren Autos oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen. Auch die Staatsbediensteten streikten. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Renten, die während der schweren Finanzkrise in den vergangenen zehn Jahren fast halbiert worden waren.

    Coronavirus-Epidemie soll sich erst Ende April stabilisieren

    Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. Das sei eine sehr grobe Schätzung, sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung, in einem Video, über das die Zeitung Southern Metropolis Daily berichtete. Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. Innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen bis heute erneut um 1886.

    Australier scheitert mit Krokodil-Rettung

    In Indonesien ist ein Krokodil-Problem noch immer nicht gelöst. Ein Australier ist mit dem Versuch gescheitert, ein Reptil von einem Reifen um den Hals zu befreien. Der Fernseh- Tierexperte Matt Wright und ein Kollege waren dazu nach Palu auf Sulawesi gereist. Sie stellten dort eine Falle auf, die das Salzwasserkrokodil allerdings ignorierte. Es steckt schon länger in Nöten. Erstmals wurde es 2016 mit dem Reifen um den Hals gesehen. Es gab Befürchtungen, das Tier könne ersticken. Bislang waren alle Versuche, es zu retten, vergeblich. Die Krokodilfänger seien nach Australien zurückgekehrt. Sie hätten aber versprochen, im Mai zurückzukommen, falls das Tier bis dahin nicht von dem Reifen befreit sei.

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    Tags:
    CDU, Coronavirus, Streik, Griechenland, Deutschland