00:01 30 November 2020
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    Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen hat seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz angemeldet. Dies berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Berufung auf ein Schreiben Röttgens an Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

    Er sei der festen Überzeugung, dass es um weit mehr gehe als den Parteivorsitz und schon gar nicht um die Interessen Einzelner, so Röttgen.

    „Die Lage ist so ernst, dass es um die Zukunft der CDU geht und darum, was sie für die Stabilität Deutschlands bedeutet“, erklärte Röttgen. 

    Dies wolle er in einem offenen Prozess in die CDU einbringen. 

    Röttgens Karriere

    Röttgen war im Zeitraum von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister und setzte sich 2010 in einer Mitgliederbefragung um den NRW-Landesvorsitz gegen Armin Laschet durch.

    Die Landtagswahlen 2012 verlor er, woraufhin Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn aus dem Kabinett entließ. Als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages konnte er sich danach international neu profilieren.

    AKK will Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur in eine Hand abgeben

    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte vor einer Woche auf eine Kanzlerkandidatur verzichtet und erklärt, Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur müssten aus ihrer Sicht am Ende wieder in einer Hand liegen. Sie werde deshalb nur noch so lange CDU-Vorsitzende bleiben, bis die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur getroffen sei, und das Parteiamt dann „in die entsprechenden Hände abgeben“.

    Kramp-Karrenbauer will in dieser Woche Gespräche mit den drei potenziellen Kandidaten für ihre Nachfolge an der CDU-Spitze führen. Als aussichtsreichste mögliche Bewerber gelten der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn.

    Spahn und Laschet haben sich bisher nicht öffentlich zu ihren Ambitionen geäußert. Auch Merz hat eine definitive Festlegung in der Öffentlichkeit vermieden. Aus seinem engsten Umfeld hieß es aber schon am vergangenen Mittwoch, er sei zu einer Kandidatur entschlossen. Kramp-Karrenbauer will sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur an diesem Dienstag mit Merz treffen.

    ak/ae/dpa

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    Schreiben, Annegret Kramp-Karrenbauer, Norbert Röttgen, Parteivorsitz, CDU