16:22 31 März 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    27938590
    Abonnieren

    Die Türkei ist laut den jüngsten Aussagen des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit den Verhandlungen zu Idlib mit Russland nicht zufrieden und jederzeit bereit, einen Militäreinsatz in der Region zu beginnen.

    „Leider konnten wir das gewünschte Ergebnis bei den Verhandlungen weder in unserem Land noch in Russland erzielen“, sagte Erdogan am Mittwoch bei einer Sitzung der Parlamentsfraktion der regierenden Partei der Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP).

    Die Türkei habe alles Notwendige für den Beginn des Einsatzes in Idlib getan und sei bereit, jederzeit zu handeln. „Um es klarer auszudrücken, ist die Operation in Idlib jetzt eine Frage der Zeit“, zitiert der Sender „TRThaber“ Erdogan. Dabei betonte er, dass die Verhandlungen immer noch laufen.

    „Wir werden Idlib nicht dem Regime überlassen“, sagte Erdogan weiter. „Wir sind entschlossen, Idlib in einen sicheren Ort sowohl für die Einheimischen als auch für die Türkei zu verwandeln, egal, was es kostet“.

    Assad bei seinem Truppenbesuch in der Provinz Idlib
    © AP Photo / Facebook page of the Syrian Presidency
    Die erste Etappe der Verhandlungen fand vorige Woche in Ankara statt. Zur zweiten Etappe trafen sich die russischen und türkischen Unterhändler in Moskau am Montag und Dienstag. 

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor angekündigt, die syrischen Regierungstruppen bis Ende Februar zum Verlassen der Deeskalationszone in Idlib zwingen zu wollen. Er drohte außerdem mit Angriffen gegen die syrische Armee auch außerhalb dieser Zone, sollte es zu Attacken auf türkische Soldaten kommen.

    Hintergrund

    Vertreter Russlands, des Iran und der Türkei hatten sich im Mai 2017 in Astana (jetzt Nur-Sultan) über die Schaffung von vier Deeskalationszonen in Syrien geeinigt. Das Territorium dreier davon ging 2018 unter die Kontrolle von Damaskus über. Die vierte Zone, die im Gouvernement Idlib und Teilen der benachbarten Provinzen Latakia, Hama und Aleppo liegt, steht nach wie vor außerhalb der Kontrolle der syrischen Regierung.

    Dabei ist ihr größter Teil von der Terrororganisation „Dschebhat an-Nusra“* besetzt. Im September 2018 haben Russland und die Türkei in Sotschi vereinbart, eine demilitarisierte Zone in Idlib zu schaffen, wo sich Dutzende verschiedene Terror-Gruppierungen befinden.

    *Terrorvereinigung, in Russland und Deutschland verboten.

    om/ak/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Sehr großes Flugzeug“: USA erhalten medizinische Hilfe aus Russland – Trump
    Putin und Trump im Telefongespräch: Kreml verrät Themen und weitere Details
    Vom Experten zum Buhmann: „Transparency“ feuert Lungenarzt Wodarg wegen Corona-Thesen
    Tags:
    Syrien, Einsatz, Recep Tayyip Erdogan, Idlib, Russland, Türkei