10:13 28 November 2020
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    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die US-Sanktionen gegen das in der Schweiz eingetragene Tochterunternehmen des russischen Ölunternehmen Rosneft kommentiert, die am Vortag wegen des Handels mit venezolanischem Öl verhängt worden waren.

    „Derartige Restriktionen, die wir vom Standpunkt des Völkerrechts als gesetzwidrig einstufen, könnten in keiner Weise unsere bilateralen Beziehungen zu Venezuela beeinflussen. Im Gegenteil, sie entwickeln sich und werden das auch weiter tun“, sagte Peskow am Mittwoch vor Journalisten.

    Die sanktionierte Firma habe sich bereit gezeigt, die Option der Verteidigung ihrer Interessen auf dem Klageweg zu behandeln. Außerdem sollen „andere zugängliche Mechanismen“ behandelt und alle Maßnahmen in Bezug darauf angewandt werden, so der Sprecher des russischen Staatschefs.

    US-Sanktionen gegen Rosneft Trading

    Am Dienstag hatten die USA Sanktionen gegen die schweizerische Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft, Rosneft Trading SA, verhängt. Auch der Vorstandschef, Didier Casimiro, wurde in die US-Sanktionsliste aufgenommen. Nun würden die Vereinigten Staaten ihren Verbündeten, darunter in Europa, 90 Tage Zeit gewähren, um alle Kontakte zu Rosneft Trading abzubrechen.

    Washington hatte zuvor Rosneft und dessen Tochterunternehmen vorgeworfen, venezolanisches Öl an die Außenmärkte zu liefern.

    Peking gegen einseitige und exterritoriale Sanktionen

    Das chinesische Außenministerium verurteilte die Sanktionen scharf:

    China vertrete immer die Meinung, dass die Beziehungen zwischen den Ländern auf der Einhaltung des Völkerrechts und der wichtigsten internationalen Normen beruhen, äußerte der Sprecher des Ministeriums Geng Shuang am Mittwoch.

    „Wir treten gegen jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder sowie gegen einseitige Sanktionen und die exterritoriale Zuständigkeit auf“, sagte er.

    Peking befürworte die Regelung der Meinungsverschiedenheiten durch Verhandlungen im Einklang mit den Zielen und Prinzipien der Uno-Charta sowie der wichtigsten Völkerrechtsnormen und bestehe auf der Lösung des venezolanischen Problems durch einen Dialog und Gespräche, fügte er hinzu.

    asch/ae/sna

     

     

     

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    Tags:
    Venezuela, Sanktionen, Tochter, Rosneft, Schweiz, Russland, Russland, USA