11:15 03 Juni 2020
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    Fünf türkische Staatsbürger sind unter den Todesopfern der jüngsten Bluttat im hessischen Hanau. Das meldet die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag unter Berufung auf den türkischen Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin.

    Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu sagte gegenüber dem Fernsehsender TRT, dass der Rassismus in Europa ein „sehr gefährliches Niveau erreicht“ habe. „Islamophobie und Türkenfeindlichkeit“ seien zu Tage getreten.

    „Sollten die europäischen Länder das nicht stoppen, wird morgen ein Konflikt beginnen“, so Cavusoglu.

    Hanau-Amoklauf

    In Hanau wurden an zwei verschiedenen Orten neun Menschen erschossen. Stunden nach dem Verbrechen fand die Polizei in der Nacht zum Donnerstag die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen in seiner Wohnung. Dort wurde auch eine weitere tote Person aufgefunden, bei der es sich wahrscheinlich um die Mutter des 43-jährigen Täters handelt. Es wird ein rechtsextremes und terroristisches Motiv geprüft.

    Merkel spricht vom rechtsextremen „Gift“

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Donnerstag von einem „traurigen Tag für Deutschland“. Derzeit weise „vieles darauf hin, dass der Täter aus rechtsextremistischen und rassistischen Motiven gehandelt“ habe.

    „Rassismus und Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft und ist schuld an zu vielen Verbrechen.“

    Deutschland werde sich denen, die versuchen, das Land zu spalten, „mit aller Kraft und Geschlossenheit entgegenstellen“.

    mo/mt

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    Tags:
    Mevlut Cavusoglu, Deutschland, Türkei