22:33 30 März 2020
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    In ihrem wöchentlichen Newsletter nimmt die ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linke, Sahra Wagenknecht, Stellung zu der Bluttat von Hanau und zu rechter Gewalt in Deutschland.

    Sahra Wagenknecht schreibt in ihrer Rundmail an die Unterstützer, ihre Gedanken seien bei den vielen Opfern und ihren Angehörigen.

    „Die abscheuliche Tat zielt auf unsere Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur ihre Heimat haben. Traurig, dass man an diese Selbstverständlichkeit erinnern muss“, so die Politikerin.

    Die Politik müsse endlich anerkennen, dass Deutschland ein massives Problem mit Rechtsterrorismus und tödlicher Gewalt von rechts habe. Ein Problem, das befeuert werde durch rechten Hass und Hetze in sozialen Medien - auch im Fall von Hanau, nur Stunden nach dem Terroranschlag. 

    „Vor acht Monaten ermordeten Neonazis den CDU-Politiker Walter Lübcke, vor viereinhalb Monaten folgte ein rechtsterroristischer Anschlag an Jom Kippur in Halle, vor einer Woche wurde ein weiteres rechtsterroristisches Netzwerk aufgedeckt – die Liste ließe sich fortsetzen. Das sind keine Einzelfälle, das ist ein grundsätzliches Problem.“

    Am Mittwochabend erschoss der 43-jährige Bankkaufmann Tobias R. im hessischen Hanau zehn Menschen und anschließend sich selbst. Nach Auswertung seines 24-seitigen Manifests und eines von ihm aufgezeichneten Videos geht der Generalbundesanwalt Peter Frank davon aus, dass Tobias R. seine Tat aus einer „zutiefst rassistischen Gesinnung“ heraus verübt hat. Bei den Opfern soll es sich zu einem großen Teil um Menschen mit Wurzeln in der Türkei handeln.

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    Tags:
    Sahra Wagenknecht, Rechtsextremismus, Hanau