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    Es gibt keine Belege für Behauptungen, dass angeblich „etwa eine Million“ Flüchtlinge aus der Deeskalationszone Idlib sich in Richtung syrisch-türkische Grenze bewegt. Das teilte der Leiter des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Konteradmiral Oleg Schurawljow, am Freitag mit.

    „Es gibt keine überprüfbaren Foto- und Videomaterialien oder andere Beweise, die die Aussagen über das Abwandern von angeblich ‚etwa einer Million‘ Flüchtlingen aus der Deeskalationszone Idlib zur syrisch-türkischen Grenze stützen würden“, sagte Schurawljow.

    Außerdem gab er an, die Transportwege in der syrischen Provinz Idlib hätten in den letzten Wochen wie gewohnt funktioniert, wodurch die Türkei große militärische Kräfte dorthin habe verlegen können.

    „In den letzten Wochen waren alle Hauptverkehrsadern im Norden der Provinz normal in Betrieb, was es ermöglichte, mehrere Kilometer lange Konvois mit Kampftechnik und Frachtfahrzeugen mit Munition und Gütern der türkischen Truppen von der Republik Türkei aus in das Gebiet der Deeskalationszone zu überführen“, so Schurawljow weiter. 

    Eskalation in Idlib

    Die syrische Armee wehrte am Donnerstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana im Südosten Idlibs die Attacken der bewaffneten Opposition ab, die von der Stadt An-Nayrab (An-Nairab) ausgegangen seien.

    Russische Su-24-Bomber hatten am Donnerstag laut dem Versöhnungszentrum einen Luftangriff gegen Terroristen in Syrien durchgeführt. Den Angaben zufolge hat dies der syrischen Armee ermöglicht, die heutige Attacke zurückzuschlagen.

    Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, die Türkei habe eine Reihe ihrer Schlüsselverpflichtungen zur Konfliktlösung in Idlib nicht erfüllt. Im Einzelnen habe Ankara keine Abgrenzung der bewaffneten Opposition, die zum Dialog mit der syrischen Regierung im Rahmen eines geregelten Prozesses bereit sei, von der Terrororganisation „Dschebhat an-Nusra“* vorgenommen. 

    Syrien-Konflikt

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 war der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS; auch Daesh)* in Syrien und im Irak verkündet worden. In einzelnen Gebieten dieser Länder wird aber der Kampf gegen Extremisten weitergeführt. Aktuell rücken die politische Regelung, der Wiederaufbau Syriens und die Rückkehr von Flüchtlingen in den Vordergrund.

    Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten führen seit 2014 in Syrien und im Irak ohne Zustimmung des offiziellen Damaskus eine Militäroperation gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ durch.

    *Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    pd/mt/sna/

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    Tags:
    Oleg Schurawljow, Flüchtlinge, Extremisten, Konflikt, Militärs, Kampftechnik, Konvoi, Idlib, Türkei, Syrien