15:18 24 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    394421
    Abonnieren

    Nach dem Anschlag von Hanau lehnt der Deutsche Schützenbund (DSB) eine Verschärfung des Waffenrechts ab – laut dem Verband ist die Waffenregelung in der BRD bereits eine der schärfsten weltweit.

    „Als Sportschützen macht es uns besonders betroffen, dass der mutmaßliche Täter (in Hanau – Anm. d. Red.) ein Mitglied unserer Vereine war“, sagte Robert Garmeister, DSB-Leiter für Recht und Verbandsentwicklung.

    Doch gegen menschliches Fehlverhalten und kriminelle Energie würden die besten Gesetze nicht helfen. Gleichzeitig würden weitere gesetzliche Restriktionen zusätzliche bürokratische und finanzielle Hürden aufbauen. Diese gefährdeten die Zukunft des Schießsports und Schützenwesens als Kulturgut.

    Auf der DSB-Homepage heißt es in einer Stellungnahme: „Das deutsche Waffenrecht gilt als eines der schärfsten weltweit, Sportschützen als legale Waffenbesitzer zählen ohne Zweifel zu dem am stärksten kontrollierten und zugleich gesetzestreuesten Personenkreis in Deutschland.“

    Der Bund zeigte sich von der Hanau-Attacke schockiert und entsetzt.

    Zuvor hatte unter anderem der frühere Grünen-Chef Jürgen Trittin vorgeschlagen, dass Sportschützen ihre Waffen nicht mehr mit nach Hause nehmen dürfen, sondern im Verein einschließen müssen. Seine Fraktion im Bundestag regt in einem Aktionsplan auch an, dass Munition nur noch gelagert werden darf, wo auch geschossen werden darf.

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat eine neue Überprüfung des Waffenrechts angekündigt. Der Deutsche Schützenbund hat 1,3 Millionen Mitglieder, 100.000 davon in Hessen.

    Hanau-Bluttat

    Ein 43 Jahre alter Deutscher, der Sportschütze war, hatte am Mittwochabend im hessischen Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Er tötete auch seine 72 Jahre alte Mutter und dann sich selbst. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Täter eine rassistische Gesinnung und war psychisch krank.

    msch/sb/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Gut für Gold – Trump oder Biden?
    Lieber Leib und Leben von Deutschen bedrohen? Polizeigewerkschafter Wendt redet Klartext zu Dresden
    Die 100 besten Städte weltweit: Moskau schafft es auf Platz vier, Berlin nur an 18. Stelle
    Tatverdächtiger aus Dresden wollte in die Türkei ausreisen
    Tags:
    Deutscher Schützenbund, Schießsport, Schütze, Waffen, Hanau