18:34 21 Oktober 2020
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    Nachrichtenüberblick: Beunruhigung in Norditalien wegen Coronavirus wächst; Keine neuen Erkenntnisse im Fall Volkmarsen; EU will heute Verhandlungsstrategie mit Großbritannien klären; Atomvertragsgespräche in Berlin; Abschied von Kobe Bryant

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kurzform, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Beunruhigung in Norditalien wegen Coronavirus wächst

    In Italien breitet sich das Coronavirus rasch aus. Südtirol meldet den ersten Infizierten, Fußballspiele sollen vor leeren Rängen ausgetragen werden. Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berät die italienische Regierung heute in einer Krisensitzung mit den Gesundheitsministern der Nachbarländer sowie Deutschland die Lage. Dazu reist auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Rom. An dem Treffen am Nachmittag sollen zudem die Fachminister aus Slowenien, Frankreich, der Schweiz und Österreich teilnehmen. Nach Behördenangaben sind bis zum frühen Montagabend sieben Infizierte gestorben - alle hatten  Vorerkrankungen. Die Zahl der Infektionsnachweise stieg trotz drastischer Maßnahmen wie Sperrzonen auf mehr als 220, wie Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Abend in Rom sagte. Mehr als 25 Menschen seien auf der Intensivstation.

    Keine neuen Erkenntnisse im Fall Volkmarsen

    Nach dem mutmaßlich vorsätzlich herbeigeführten schweren Unfall während eines Karnevalumzuges im hessischen Volkmarsen gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Ein 29-jähriger Mann war am Montag während des Rosenmontagsumzuges mit hoher Geschwindigkeit, wie Augenzeugen schilderten, in eine Menschenmenge gerast. Dabei hat er nach derzeitigen Erkenntnissen 30 Personen verletzt, davon sieben schwer. Unter ihnen sind auch Kinder. Der Amokfahrer konnte festgenommen werden. Die Ermittler räumten ein, dass der Mann wegen diverser Delikte wie Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung polizeibekannt gewesen sei. Ansonsten sei der Mann noch nicht vernehmungsfähig gewesen, wegen Verletzungen, die er sich während des Unfallgeschehens zugezogen hat, wie die Polizei mitteilte. Ob eine zweite Person, die mit einer Kamera hinter dem Fahrzeug gehend das Geschehen gefilmt hat, ein Komplize oder ein Gaffer gewesen ist, wird noch geklärt. Der Mann wurde ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen.

    EU will heute Verhandlungsstrategie mit Großbritannien klären

    In Brüssel wollen die verbliebenen 27 EU-Staaten eine gemeinsame Strategie für die Verhandlungen über einen Vertrag festlegen, mit dem die zukünftigen Beziehungen der Gemeinschaft mit dem früheren Unionsmitglied Großbritannien geregelt werden sollen. Die Europäische Union hat der Regierung in London ein Freihandelsabkommen ohne Zölle in Aussicht gestellt. Dafür müsste Großbritannien sich jedoch verpflichten, EU-Normen im Arbeits- und Umweltrecht sowie für staatliche Beihilfen weitgehend einzuhalten. Entsprechende Vorgaben für EU-Chefunterhändler Barnier soll das Mandat enthalten, das die Europaminister der 27 EU-Staaten beschließen wollen. Anfang März könnten dann die Verhandlungen mit Großbritannien über die künftigen Beziehungen beginnen.

    Atomvertragsgespräche in Berlin

    Das Auswärtige Amt hat heute zu Gesprächen über Möglichkeiten zur Eindämmung des nuklearen Wettrüstens in die deutsche Hauptstadt geladen. Die Minister der sogenannten Stockholm-Initiative aus Schweden, Jordanien, Finnland und Südkorea beraten zusammen mit Gastgeber, Bundesaußenminister Heiko Maas, vor allem, wie das Atomabkommen mit dem Iran und der internationale Atomwaffensperrvertrag wieder durchgesetzt werden können. Eines der wichtigsten Gesprächsthemen in Berlin wird aber auch die Rettung des einzigen noch bestehenden Abrüstungs- und Rüstungskontrollvertrages zwischen den USA und Russland sein, des sogenannten „New Start“ Vertrages. Er läuft nächstes Jahr aus. Und nachdem die USA in der Amtszeit von Präsident Trump nahezu jeden multilateralen Vertrag und insbesondere auch Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge sabotiert oder einseitig aufgekündigt haben, wächst weltweit die Sorge vor einem neuen nuklearen Wettrüsten.

    Abschied von Kobe Bryant

    Tausende Menschen haben in Los Angeles Abschied von Basketball-Star Kobe Bryant genommen, der vor etwa einem Monat zusammen mit sieben weiteren Personen, darunter seine Tochter, bei einem Helikopter-Absturz ums Leben kam. Millionen Menschen in den USA haben die Trauerfeier am Bildschirm mitverfolgt. Das Staples Center von Los Angeles, wo Bryant mit seinen Lakers-Teamkollegen viele Jahre umjubelt wurde, war bis auf den letzten der 20.000 Plätze gefüllt. Die Zeremonie eröffnete Bryants erklärte Lieblingssängerin Beyoncé. Jimmy Kimmel, Late-Night Moderator und Lakers-Fan, führte sichtlich bewegt durch die gut zweistündige Feier. Er erinnerte zu Beginn auch an die weiteren sieben Opfer des Hubschrauberabsturzes. Bryants Witwe hat das Unternehmen, das den Helikopter betrieb, inzwischen verklagt.

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    Tags:
    Italien, Verhandlungen, Großbritannien, EU, Coronavirus