22:59 04 April 2020
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    Der Kandidat für den Vorsitz in der CDU Norbert Röttgen will im Falle seiner Wahl das zweitwichtigste Amt des Generalsekretärs mit einer Frauenkandidatur besetzen.

    Sollte er zum Parteivorsitzenden gewählt werden, so würde die erste Position, die frei werde, „und zwar in der vordersten Reihe“, mit einer Frau besetzt werden, sagte er am Mittwoch im RTL/n-tv-„Frühstart“. Dies sei sein „erstes Versprechen“.

    Auf die Frage, ob er damit eine Frau als CDU-Generalsekretärin meine, äußerte Röttgen: „Das ist ein hervorgehobenes, herausragendes Amt. Das ist das zweitwichtigste nach dem Vorsitzenden und aus meiner Logik, die ich vorgelegt habe, folgt genau das.“

    Bei den Bundesvorstandswahlen im Dezember dürften laut Röttgen wieder Ämter frei werden. „Und dann ist es auch eine Frage des politischen Führungswillens, dass in die vorderste Reihe, und nicht in die zweite Reihe, Frauen kommen, die wir haben, um sichtbar zu machen: Wir sind eine Frauenpartei.“

    Am Vortag hatte Röttgen mitten in die Kandidatur-Pressekonferenz von Mitbewerber Armin Laschet, der von Gesundheitsminister Jens Spahn unterstützt wird, getwittert, dass er mit einer Frau in seinem Team für den Parteivorsitz kandidieren wolle.

    ​Die Äußerung löste eine rege Reaktion der Internetnutzer aus.

    ​Viele User warfen Röttgen vor, Kompetenz und Eignung zu Gunsten von formellen Quoten zu verwerfen.

    ​„Hauptsache, die Frauenquote ist erfüllt. Wer das ist (Eignung), ist natürlich völlig zweitrangig“, schrieb die Userin mit dem Nicknamen „Erkenntnis“.

    ​„Wie wäre es, wenn das Geschlecht der zweiten Person egal ist und die Eignung zählt?“, fragte die Nutzerin Sophia Maria. „Eine Quotenfrau... also ohne Sinn und Verstand“, beanstandete „Christiane“.

    ​Der User Otmar Hörl äußerte, es wäre geschickter gewesen, wenn Röttgen zu seiner Äußerung eine reale Person vorgestellt hätte, mit der er gemeinsam antreten würde.

    ​Zudem vermutete das Publikum, dass Röttgen Frauen mit diesem Vorschlag nicht ansprechen könnte: „Da fühlt sich die Frau ja sicher sehr geehrt, als Quoten- und Lückenfüller dienen zu dürfen“, schrieb der Nutzer Arthur Bucholz mit Sarkasmus.

    ​„Diese Frau haben Sie jetzt schon diskreditiert, indem Sie Geschlecht vor Namen nennen – egal welche Frau Sie wählen, dieser Tweet wird ihr Stigma sein“, warnte die Userin deCrisha.

    ​Röttgen: Neuer Parteichef braucht klimapolitische Glaubwürdigkeit

    Röttgen erklärte, die CDU müsse die Mitte neu erobern, um Großstadtpartei bleiben zu können.

    Für diese neue Mitte sei entscheidend, dass die Union die Grünen bezwinge, ihnen gegenüber wieder Punkte erringe und sie auf Abstand halte.

    Daher müsse der neue Parteichef über klimapolitische Glaubwürdigkeit verfügen. Klimapolitik sei „eine Frage von Kompetenz, von Technologie, von Innovation, von internationaler Verantwortung”, sagte Röttgen, der von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister gewesen war. Er verkörpere diese Eigenschaften.

    asch/gs/dpa

     

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    Bündnis 90/Die Grünen, Die Grünen, Norbert Röttgen, Wahlen, Frau, Generalsekretärin, Generalsekretär, Wahl, Vorsitzender, Parteivorsitz, CDU, Deutschland