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    Es gibt laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zwei Methoden, um den sogenannten Brain Drain – die Abwanderung von Wissenschaftlern und anderen talentierten Menschen – aus Russland zu verhindern. Eine davon ist noch in der Sowjetunion angewendet worden.

    Die Talentabwanderung hänge damit zusammen, so Putin, dass die Menschen auf der Suche nach hochbezahlten Arbeitsplätzen seien. Um dieses Phänomen zu bekämpfen, müsse der Staat die Löhne erhöhen, sagte Putin gegenüber russischen Medien.

    „Der Staat sollte also Bedingungen schaffen, um hochkarätige Spezialisten für uns zu gewinnen“, unterstrich Putin.

    In diesem Zusammenhang nannte Putin zwei Wege, um den Brain Drain zu verhindern: Das Problem der Abwanderung von Fachkräften könne entweder durch das Prinzip des „Packens und Nicht-Loslassens“ wie zu Sowjetzeiten oder durch die Bereitstellung guter Arbeitsbedingungen sowie guter Bezahlung für die Menschen gelöst werden.

    Die erste Variante – die zwangsmäßige Verhinderung der Fachkräfte-Abwanderung – schließt Putin nicht aus.

    „In diesem Fall muss man jemanden ‚packen und nicht loslassen‘, durch zusätzliche Verpflichtungen belasten. Sagen wir, ein Mensch hat eine Hochschulbildung erworben, das heißt, er darf nicht ausreisen, er muss hier arbeiten, etwas tun oder das Geld zurückgeben und so weiter. Es wird vorgeschlagen, dies im Gesundheitssektor anzuwenden“, sagte er.

    Laut Putin wäre es fair, wenn Studenten, die im Rahmen von staatlich finanzierten Programmen studierten, nach ihrem Abschluss im Rahmen eines Vertrages mit dem Staat arbeiten oder das Geld an den Haushalt zurückzahlen würden.

    Auch „mildere“ Methode nicht ohne Nachteile

    Die zweite Methode – die Schaffung guter Arbeitsbedingungen und die Erhöhung der Löhne – hat laut Putin auch ihre Nachteile. Als Beispiel führte er die Zivilluftfahrt in Russland an.

    „In der Zivilluftfahrt begann man, mehr zu zahlen, weil ausländische Spezialisten benötigt wurden. Dies löste sofort  eine Verschiebung auf dem Arbeitsmarkt aus. Dies beeinflusste die Militärpiloten – sie verlassen gern die Armee und setzen sich auf den Sitz des Co-Piloten in der Zivilluftfahrt“, erklärte der russische Präsident.

    Putin unterstrich, dass der Staat momentan ein Arbeitsunterstützungssystem schaffe, das nicht nur den Brain Drain verhindern, sondern auch Fachkräfte aus dem Ausland anziehen solle.

    „Es ist unmöglich, alle zu behalten. Oder man darf nicht so viele (Spezialisten – Anm.d.Red) ausbilden. Beidseitig ist es schlimm. Aber es gibt auch Rückkehrer, und nicht wenige davon“, sagte Putin abschließend.

    sm/ta/gs

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    Tags:
    Abwanderung, Wege, Kampf, Wladimir Putin