06:34 30 Oktober 2020
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    Die Nato unterstützt die Türkei als ihren Verbündeten weiter und erwägt Wege zu einer zusätzlichen Hilfeleistung, sagte der Nato-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, am Freitag nach einer Sondersitzung des Rates des Militärbündnisses auf Botschafterebene.

    „Die Verbündeten unterstützen schon die Türkei, wir haben die türkische Luftverteidigung verstärkt … Aber die Verbündeten denken darüber nach, welche Unterstützung der Türkei noch erwiesen werden könnte, die mit einem schrecklichen Konflikt in Syrien konfrontiert ist“, sagte Stoltenberg.

    Die Situation in der syrischen Provinz Idlib hat sich verschärft, nachdem Militante aus der Terrormiliz „Hayat Tahrir al-Scham“* eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatten. Die syrische Armee entgegnete das Feuer. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind dabei unter anderem türkische Soldaten, die sich nicht an dem Ort hätten aufhalten sollen, unter Beschuss geraten.

    Bei dem Beschuss seien 33 türkische Soldaten getötet und mindestens 30 weitere verletzt worden, hieß es in Ankara. Gleich nach dem Erhalt der diesbezüglichen Information hat die russische Seite Maßnahmen zum vollständigen Feuerstopp seitens der syrischen Truppen ergriffen. Wie das russische Verteidigungsamt weiter berichtete, wurden die getöteten und die verletzten türkischen Soldaten gefahrlos in die Türkei gebracht. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden Fliegerkräfte Russlands in dem genannten Raum nicht eingesetzt.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach der Attacke eine Sicherheitsberatung einberufen. Der Nato-Rat soll am Freitag auf Bitte der Türkei Konsultationen zur aktuellen Situation in Syrien durchführen. Wie RIA Novosti vom US-Außenministerium erfuhr, unterstützten die USA die Türkei als ihren Nato-Verbündeten und „prüfen Varianten einer bestmöglichen Unterstützung der Türkei in dieser Krise“.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow betonte zuvor, die Türkei habe mehrere Schlüsselverpflichtungen zur Lösung der Probleme um das syrische Idlib nicht erfüllen können. So habe Ankara  die bewaffnete Opposition, die zu einem Dialog mit der Regierung im Rahmen des politischen Prozesses bereit wäre, nicht von den Terroristen abgegrenzt.

    * "Hayat Tahrir al-Scham" - In Russland verbotene Terrorvereinigung

    ls/mt 

     

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    Tags:
    RIA Novosti, Recep Tayyip Erdogan, Syrien, Verteidigungsministerium Russlands, Sergej Lawrow, Jens Stoltenberg, Hayat Tahrir al-Scham, NATO, Türkei