10:47 05 August 2020
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    Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat „eine alarmierende Verrohung der politischen Auseinandersetzung“ beklagt. Auf dem Landesparteitag der sächsischen AfD in Weinböhla sagte er am Samstag: „Wenn das so weitergeht, dann haben wir hier in den nächsten Jahren einen Bürgerkrieg.“

    Nach der Bluttat von Hanau sei die AfD zu „Handlangern rassistischer Morde“ abgestempelt worden. Die AfD werde nicht nur politisch ausgegrenzt, sondern auch gesellschaftlich geächtet und isoliert. In Sachsen sei die Welt vielleicht noch halbwegs in Ordnung. „Im Westen jedoch ist das Bekenntnis zur AfD längst zur existenziellen Frage geworden.“

    Antirassistischer Slogan beim Rosenmontagsumzug in Düsseldorf
    © REUTERS / Thilo Schmuelgen
    Chrupalla warb erneut für eine Selbstreflexion und ein verbales Abrüsten. Man werde die Situation nicht entschärfen, indem man sich auf die Methoden der Scharfmacher einlasse. Es gebe auch Entgleisungen in den eigenen Reihen, räumte Chrupalla ein. Er verwies auf die Malhefte der nordrhein-westfälischen AfD-Fraktion mit dem Titel „Nordrhein-Westfalen zum Ausmalen“. Darin würden rassistisch anmutende Stereotype, etwa bewaffnete Menschen unter türkischer Flagge bei einem Autokorso, gezeigt.

    Vor Chrupalla sprach der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland auf dem Landesparteitag. Der Euroskeptiker wies eine Mitverantwortung seiner Partei für Gewalttaten wie die Morde in Hanau zurück.

    ls/mt/dpa

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