18:56 14 Juli 2020
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    Nach drei Niederlagen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Ex-Vizepräsident Joe Biden erstmals eine Vorwahl gewonnen. Der frühere Vize-Präsident erzielte im US-Bundesstaat South Carolina einen Kantersieg.

    Dem offiziellen Ergebnis zufolge kam der 77-Jährige am Samstag auf 49 Prozent der Stimmen. Der US-Senator Bernie Sanders erhielt 20 Prozent und der Milliardär Tom Steyer elf Prozent. Die Ergebnisse aller anderen Kandidaten – darunter die linke Senatorin Elizabeth Warren, ihre gemäßigte Kollegin Amy Klobuchar und der gemäßigte Demokrat Pete Buttigieg – lagen im einstelligen Prozentbereich.

    In South Carolina feiert Biden ein Comeback

    Biden war als Hoffnungsträger moderater Demokraten ins Rennen gegangen. Er hatte in den landesweiten Umfragen das Feld der Bewerber um die Kandidatur der Demokraten angeführt, bevor er an der Spitzenposition von Sanders abgelöst wurde.

    Bei den Vorwahlen der Demokraten war Biden fast schon abgeschrieben: Er lag in Iowa und New Hampshire weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen. In Nevada erzielte er nach Sanders den zweiten Platz.

    Mit South Carolina wählte erstmals ein Bundesstaat mit einer größeren schwarzen Bevölkerung. Die Wählergruppe der Afroamerikaner ist für die Demokraten wichtig. Biden konnte sich in South Carolina darauf stützen. Er erhielt jedoch auch in anderen Bevölkerungsschichten Zustimmung.

    Biden bedankte sich bei den Wählern in South Carolina.

    „Vor wenigen Tagen haben die Presse und Experten unsere Kampagne für tot erklärt. Nach dem heutigen Abend ist es klar, dass wir sehr lebendig sind“, schrieb der Ex-Vizepräsident auf Twitter.

    Wahrscheinlich vorentscheidende Vorwahlen am kommenden Dienstag

    Die Vorwahl in South Carolina war die letzte vor dem möglicherweise vorentscheidenden „Super Tuesday“ am 3. März. An diesem Tag finden in 14 Bundesstaaten Vorwahlen statt, darunter in den bevölkerungsreichen Kalifornien und Texas.

    Beim „Super Tuesday“ werden mehr als ein Drittel aller Delegierten vergeben, die im Sommer den Kandidaten der Demokraten bestimmen sollen. Auf Nominierungsparteitagen küren Demokraten und Republikaner dann endgültig ihre Präsidentschaftskandidaten – die Demokraten im Juli in Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin), die Republikaner im August in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina). Die eigentliche Präsidentschaftswahl steht am 3. November an.

    Der amtierende Präsident Donald Trump tritt bei der Wahl für eine zweite Amtszeit an. Er hat dabei keine erstzunehmende Konkurrenz innerhalb der Republikanischen Partei.

    mo/mt/dpa/rtr

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    Tags:
    South Carolina, Donald Trump, Bernie Sanders, Joe Biden, USA