11:00 01 Oktober 2020
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    Moskau ist laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, über die Situation mit den Mitarbeitern von Sputnik Türkiye besorgt.

    „Wir hoffen natürlich, dass in diesem Fall die Arbeit der Medienvertreter, insbesondere derjenigen, die für die russischen Medien wie Sputnik arbeiten, keinen Einschränkungen unterliegen und sie mit keinen ähnlichen Situationen konfrontiert werden, wie es am Vorabend geschehen ist“, sagte Peskow am Montag.

    Zwischenfall in der Türkei

    Am Samstag war berichtet worden, dass Unbekannte in die Wohnungen von drei Sputnik-Mitarbeitern, die türkische Bürger sind, in Ankara eingebrochen hatten. Dabei sollen sie nationalistische Parolen und Drohungen gegen die Journalisten gerufen und ihnen Staatsverrat vorgeworfen haben, „weil sie für die Russen arbeiten“. Noch bevor die Polizei eintraf, konnten die Täter unerkannt flüchten. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Daraufhin erstatteten die betroffenen Mitarbeiter Anzeige bei der türkischen Polizei, von der sie nach einer Vernehmung festgenommen wurden.

    Am Sonntag hieß es dann, dass drei von den vier festgenommenen Journalisten nach einer Vernehmung freigelassen worden seien. Wie das Vernehmungsprotokoll belegt, sind die Handlungen der Sputnik-Mitarbeiter nicht als Straftat einzustufen. Später wurde auch der Chefredakteur von Sputnik Türkiye, Mahir Boztepe, der in Istanbul festgehalten worden ist, freigelassen.

    Die Nachrichtenagentur „Rossiya Segodnya“, zu der auch Sputnik gehört, kündigte an, sie werde sich an die Uno, OSZE, Unesco sowie die Internationale Journalisten-Föderation wenden. Den Einbruch sowie die darauffolgenden Festnahmen bezeichneten Vertreter der Agentur als „grobe Verletzung der Meinungsfreiheit und Verfolgung von Menschen wegen ihrer Arbeit, die sie mit gutem Gewissen erledigt haben“.

    Das russische Außenministerium rief Ankara dazu auf, in die Situation einzugreifen und sich an der Klärung aller Umstände des Vorfalls zu beteiligen.

    pd/mt/sna

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    Medien, Rossiya Segodnya, OSZE, Verfolgung, Sputnik, Mitarbeiter, Dmitri Peskow