20:51 26 Oktober 2020
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erklärt, dass sein Land die Grenzen zur Europäischen Union für syrische Flüchtlinge nicht schließen werde.

    „Man ruft uns an und sagt: Schließt die Grenzen. Ich sagte: Zu spät. Der Westen soll die Last der Verantwortung für die Flüchtlinge teilen. Heute treffen wir uns mit dem bulgarischen Premier, morgen werde ich mit (der deutschen Bundeskanzlerin Angela) Merkel sprechen. Auf der Tagesordnung steht das Thema hinsichtlich der Durchführung von vier- oder fünfseitigen Gipfeln zu Syrien“, sagte Erdogan während seiner Rede in Ankara.

    Nach der Verschärfung der Lage im syrischen Idlib erklärte die Türkei, dass sie die Migranten- und Flüchtlingsströme nicht mehr bremsen könne, und öffnete ihre Grenzen zur EU, woraufhin Tausende von Migranten dorthin strömten. Im Laufe von drei Tagen verhinderten die griechischen Behörden etwa 20.000 Versuche, die Grenze zu verletzen, an der sich Hunderte von Polizisten befinden. Griechische Armeeeinheiten wurden ebenfalls dort zusammengezogen.

    Zuvor hatte das griechische Außenministerium erklärt, die Türkei führe eine Desinformationskampagne durch, und Berichte von Zehntausenden von Migranten, die nach Griechenland eingereist seien, würden nicht der Wirklichkeit entsprechen. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu sagte am Sonntag, dass bereits 76.358 Migranten die Grenze überschritten hätten.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Grenzen, Türkei, EU, Flüchtlinge, Recep Tayyip Erdogan