07:29 29 Oktober 2020
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    Washington hat die Anzahl der zugelassenen Journalisten von Chinesischen Staatsmedien in den Vereinigten Staaten eingeschränkt. Dies gab das US-Außenministerium am Montag bekannt.

    Laut einem ranghohen Sprecher des US-Außenministeriums soll diese Zahl ab dem 13. März auf 100 reduziert werden. Bislang seien etwa 160 Journalisten in den betroffenen Medien tätig gewesen.

    Die Maßnahme wurde zwei Wochen nach der Ausweisung von drei Journalisten der US-Zeitung „Wall Street Journal“ aus China beschlossen.

    Dieses Mal handle es sich allerdings um keine Ausweisung: „Diese Menschen werden hier bloß nicht hauptamtlich ab dem 13. März tätig sein dürfen“, hieß es.

    Peking sollte mit diesem Schritt zu einem „gerechteren“ Verhalten gegenüber US-Journalisten sowie anderen ausländischen Medien animiert werden.

    Demnach darf nun der Rundfunksender China Radio International künftig lediglich zwei Mitarbeiter in den USA haben. Die Zeitung „China Daily“ dürfe neun Mitarbeiter beschäftigen. Der TV-Sender CGTN und die Nachrichtenagentur Xinhua dürften über 30 beziehungsweise 59 Mitarbeiter verfügen.

    Das Unternehmen Hai Tian Development USA, das die Zeitung „China Daily“ vertreibt, wurde jedoch von den Einschränkungen ausgenommen. Mitte Februar hatte das US-Außenministerium das Unternehmen neben den anderen obengenannten Medien den „ausländischen Missionen“ gleichgestellt.

    Zudem gab das Ministerium eine künftige Einschränkung der Aufenthaltsdauer für chinesische Journalisten in den USA bekannt. Bislang haben sie fristlose Visen erhalten.

    „Lasst uns spielen“: China stellt Gegenmaßnahmen in Aussicht

    Chinas Außenamtssprecherin Hua Chunying verurteilte die Obergrenze am Dienstag in Peking als „De-facto-Ausweisung“. „Ein weiterer Schritt der politischen Unterdrückung und Beweis von Scheinheiligkeit in der Pressefreiheit der USA“, schrieb Hua Chunying auf Twitter. Sie beklagte „Vorurteile und Ausgrenzung“ gegenüber chinesischen Medien und schien Gegenmaßnahmen in Aussicht zu stellen: „Die USA haben jetzt das Spiel begonnen – lasst uns spielen.“

    Ausweisung von drei Journalisten des Wall Street Journal

    Nach der Veröffentlichung des Artikels „China ist der ‚wahre kranke Mann‘ Asiens“ von der Zeitung „The Wall Street Journal“ Anfang Februar hatte China drei Journalisten des „Wall Street Journal“ ihre Akkreditierungen entzogen. Der Artikel habe die Bemühungen der Regierung in Peking zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie verleumdet, hieß es aus dem Außenministerium in Peking. 

    asch/ae/sna/dpa

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    Reporter, Ausweisung, The Wall Street Journal, The Wall Street Journal, Wall Street Journal, Einschränkung, Journalisten, Medien, Konfrontation, USA, China