22:56 05 Juli 2020
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    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat vor schwerwiegenden Folgen gewarnt, die ein Versagen des EU-Außengrenzschutzes in der neuen Migrationskrise hätte.

    „Wenn wir jetzt dem türkischen Druck nachgeben, wenn jetzt Präsident Erdogan der Sieger ist, der darüber entscheidet, ob Zehntausende Menschen die Europäische Union stürmen oder nicht, dann werden Hunderttausende nachkommen und das Europa ohne Grenzen nach innen wird Geschichte sein“, sagte Kurz am Dienstag in Wien.

    Unter anderem die Idee der Niederlassungsfreiheit basiere auf dem Grundgedanken, dass der Außengrenzschutz funktioniere.

    Kurz wie auch Vizekanzler Werner Kogler verurteilte die Strategie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf. „Es handelt sich um eine bösartige Provokation des türkischen Präsidenten“, sagte Kogler zu dem Umstand, dass Migranten mit falschen Versprechungen offensichtlich gezielt an die griechisch-türkische Grenze gebracht worden seien.

    „Es ist ein Angriff auf die Europäische Union und Griechenland“, sagte Kurz. 

    Kogler verwies darauf, dass Österreich mit einem Millionenbetrag aus dem Auslandskatastrophenfonds versuchen wolle, das Leid der Flüchtlinge an der syrisch-türkischen Grenze etwas zu lindern. 

    Telefonat Merkel-Erdogan

    Laut der Administration des türkischen Präsidenten hat Erdogan am Dienstag in einem Telefongespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine faire Lastenteilung beim Thema Flüchtlinge gefordert.

    Auf der Agenda habe auch die Lage in Idlib gestanden.

    om/gs/dpa

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    Tags:
    Grenzschutz, Sebastian Kurz, Flüchtlinge, Migranten, EU, Grenze, Türkei