04:44 25 Oktober 2020
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    Der frühere Bürgermeister von New York Michael Bloomberg hat seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten aufgegeben. Damit zieht der Multimilliardär aus seinem schwachen Abschneiden am sogenannten „Super Tuesday" Konsequenzen.

    Der Multimilliardär Michael Bloomberg teilte am Mittwoch mit, dass er seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in den USA aufgebe. Beim „Super Tuesday", an dem in 14 US-Bundesstaaten für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten abgestimmt worden war, musste der Medienmogul eine deutliche Schlappe hinnehmen. Er war erst am Dienstag ins Rennen eigestiegen und stand erstmals auf den Wahlzetteln.

    Zuvor hatte Bloomberg landesweit Werbung geschaltet, doch seine millionenschwere Werbeoffensive ging nicht auf, da er in keinem einzigen der 14 Bundesstaaten siegen konnte.

    Bloomberg siegte Prognosen zufolge lediglich im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa. Der 78-Jährige lag in mehreren Bundesstaaten allerdings oberhalb der Schwelle von 15 Prozent der Stimmen. Damit – und mit einem Erfolg in Amerikanisch-Samoa – konnte er sich einzelne Delegiertenstimmen sichern. 

    US-Präsident Donald Trump ließ mit seinem Spott nicht lange auf sich warten und schrieb auf Twitter: „Mini Mike" Bloomberg sei der „größte Verlierer" des Abends. Er habe Hunderte Millionen Dollar verschwendet und nichts als die „komplette Zerstörung seines Rufes" erreicht.

    Gleich zu Beginn seiner Wahlkampagne hatte sich Bloomberg als Trumps Herausforderer positioniert, der ihn schlagen werde. „Ich bewerbe mich als Präsident, um Donald Trump zu besiegen und Amerika wiederaufzubauen“, verkündete damals Bloomberg. „Wir können uns vier weitere Jahre mit Präsident Trumps rücksichtslosem und unethischem Handeln nicht leisten.“

    Biden meldet sich zurück

    Als großer Gewinner gilt Joe Biden, den einige bereits abgeschrieben hatten. Prognosen zufolge gewann der moderate Kandidat in acht der 14 Bundesstaaten, in denen es am Dienstag Vorwahlen gab. Handeln soll es sich dabei um die Bundesstaaten North Carolina, Virginia, Alabama, Tennessee, Oklahoma, Minnesota, Arkansas und Massachusetts.

    Sein größter Konkurrent, der selbsternannte „demokratische Sozialist" Bernie Sanders, konnte Prognosen zufolge mit Siegen in seinem Heimat-Bundesstaat Vermont sowie in den Bundesstaaten Colorado, Utah und womöglich auch in Kalifornien rechnen. 

    Alleine in Kalifornien wurden 415 Delegiertenstimmen vergeben. Am „Super Tuesday" waren in 14 Bundesstaaten ingesamt 1344 Stimmen zu holen. Die Vorwahlen ziehen sich noch bis Juni hin, bevor dann die Nominierungsparteitage der Parteien abgehalten werden. 

    mka/gs

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