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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag in Moskau sein Beileid zum Tod türkischer Militärs in Syrien geäußert.

    „Zu Beginn unseres Treffens möchte ich noch einmal mein aufrichtiges Beileid zum Tod Ihres Militärpersonals in Syrien aussprechen. Todesfälle sind immer eine große Tragödie“, so Putin.

    „Wie ich bereits im Telefongespräch sagte, kannte leider niemand, einschließlich des syrischen Militärs, ihren Aufenthaltsort“, so der russische Präsident weiter.

    Die Verhandlungen zwischen Putin und Erdogan fanden am Donnerstag in Moskau statt. Laut dem Kremlsprecher Dmitri Peskow sollten bei den Gesprächen die negativen Auswirkungen der Krise in Idlib sowie Maßnahmen zur deren Verhinderung besprochen werden.

    Situation in Idlib

    Kreml
    © Sputnik / Natalja Seliwestrowa
    Die Situation in Idlib hatte sich verschärft, nachdem die Terrormiliz „Hayat Tahrir al-Sham“* am 27. Februar eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatte. Beim Gegenschlag der Regierungskräfte gerieten neben den Terroristen auch türkische Militärs unter Beschuss, die es in der Region eigentlich nicht hätte geben dürfen. 36 türkische Soldaten starben, weitere 30 wurden verletzt.

    Nachdem die russische Seite Informationen darüber erhalten hatte, ergriff sie sofort Maßnahmen zum vollständigen Feuerstopp seitens der syrischen Armee. Alle getöteten und verletzten türkischen Soldaten wurden in die Türkei gebracht. Laut dem russischen Verteidigungsministerium kam die russische Luftwaffe in dem genannten Gebiet nicht zum Einsatz.

    „Operation Frühlingsschild“

    Am 1. März startet Ankara im Nordwesten Syriens die Militäroffensive „Frühlingsschild“.

    Wie der russische Außenminister, Sergej Lawrow, zuvor betont hatte, war die Türkei mehreren Schlüsselverpflichtungen zur Lösung der Probleme um Idlib nicht nachgekommen und habe die bewaffnete Opposition, die zu einem Dialog mit der Regierung bereit wäre, nicht von den Terroristen abgegrenzt.

    Dagegen hatte der türkische Vizepräsident, Fuat Oktay, erklärt, Ankara habe die übernommenen Verpflichtungen in Idlib erfüllt.  

    *Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

    sm/gs

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    Tags:
    Aufenthaltsort, Tod, Wladimir Putin