18:16 04 Juli 2020
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    Seit Donnerstag hat Thüringen erstmals einen AfD-Mann im Parlamentspräsidium sitzen. Laut einem Medienbericht hat auch der linke Ministerpräsidenten von Thüringen, Bodo Ramelow, für den AfD-Kandidaten zum Vizepräsidenten gestimmt: Die parlamentarische Teilhabe gelte für alle Fraktionen.

    Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat nach eigener Aussage den Landtagsvizepräsidenten der AfD mitgewählt.

    „Ich habe mich sehr grundsätzlich entschieden, auch mit meiner Stimme den Weg frei zu machen für die parlamentarische Teilhabe, die jeder Fraktion zugebilligt werden muss“, sagte er der „Thüringer Allgemeinen“.

    Ramelow ist neben seinem Regierungsamt weiterhin Abgeordneter.

    ​Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten hatte Ramelow sich noch geweigert, AfD-Landeschef Björn Höcke die Hand zu schütteln.

    Am Donnerstag hatte der Thüringer Landtag den AfD-Abgeordneten Michael Kaufmann mit einfacher Mehrheit zum Vizepräsidenten gewählt. Der Jenaer Hochschulprofessor erhielt 45 Stimmen. 35 Abgeordnete stimmten gegen ihn, neun enthielten sich. Die AfD hat im Thüringer Landtag 22 Abgeordnete. Die Fraktion erklärte nach der Wahl, die nötige Mehrheit für Kaufmann sei durch Stimmen "von Abgeordneten von CDU und FDP" zustande gekommen.

    bs/gs

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    Tags:
    Thüringen, AfD, Bodo Ramelow