14:44 04 August 2020
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    Die EU-Außenminister haben kurz vor Beginn ihres Treffens in Zagreb am Freitag die sofortige Einstellung der Kämpfe um die syrische Stadt Idlib gefordert.

    Es komme auch darauf an, die schwere humanitäre Krise in Idlib zu beenden und den Ansturm der Flüchtlinge auf die griechisch-türkische Grenze zur Europäischen Union zu verhindern, hieß es.

    Griechenlands Außenamtschef Nikos Dendias zufolge ist sein Land „heute mit einem massenhaften Ansturm auf die griechische und somit auf die gesamteuropäische Grenze“ konfrontiert.

    „Die Flüchtlinge lebten seit Jahren auf türkischem Gebiet. Wir können beweisen, dass ihre Migration durch die Türkei provoziert wurde. Wir müssen klar zu verstehen geben, dass die EU es nicht gestattet wird, das menschliche Leid zu instrumentalisieren“, betonte er.

    Billigung russisch-türkischer Vereinbarung zu Idlib

    Sein litauischer Amtskollege Linas Linkevicius billigte die während des jüngsten Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan in Moskau erzielten Vereinbarungen.

    „Wichtig ist, eine politische Lösung des Idlib-Problems zu finden und der humanitären Krise in Syrien ein Ende zu setzen. Wir rechnen damit, dass die Lage in Idlib nicht mehr eskalieren wird.“

    Feuereinstellung tut not

    In einer Stellungnahme zu Putins Äußerung, dass Banden im Gouvernement Idlib aktiver geworden seien, sagte Linkevicius, dass zuerst das Feuer eingestellt werden müsste. Erst dann würde man feststellen, wer was vor Ort mache.

    Der niederländische Außenminister Stef Blok sprach sich für die Umsetzung der russisch-türkischen Vereinbarung über die Feuereinstellung sowie für die Schaffung einer Flugverbotszone über Idlib aus.

    Putin und Erdogan hatten am Donnerstag einen Waffenstillstand zu Idlib vereinbart, der in der Nacht zum Freitag (6. März) in Kraft getreten ist. Die Verhandlungen dauerten sechs Stunden.

    am/gs

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    Tags:
    Lösung, Krise, Vereinbarung, Idlib, Zagreb, Außenminister, EU