22:55 01 Dezember 2020
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    Die Türkei wird laut dem Pentagon-Sprecher Jonathan Hoffman die von ihr angeforderten US-Flugabwehr-Raketensysteme Patriot erst erhalten, wenn sie die S-400-Systeme nach Russland zurückbringt.

    „Die Position des Ministers (für Verteidigung der USA, Mark Esper) ist praktisch klar, seit er (im Sommer 2019 – Anm. d. Red.) Minister geworden ist. Sie besteht darin, dass die Türkei die Patriot-Batterien erst erhalten wird, wenn sie die S-400 (nach Russland) zurückgibt", sagte Hoffman bei einem Briefing.

    Die Diskussion über die Möglichkeit der Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen an die Türkei wurde angesichts der Verschärfung der Lage in der syrischen Provinz Idlib wieder aufgenommen, wo es zu Zusammenstößen zwischen dem türkischen und dem syrischen Militär gekommen war.

    Am Dienstag kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Abschwächung der US-Position in Bezug auf den Kauf von in Russland hergestellten S-400-Flugabwehr-Raketensystemen durch die Türkei an. Ihm zufolge fordern die USA nur noch, dass die S-400 nicht in Betrieb genommen werden.

    Die Lieferungen der neuesten russischen S-400-Luftverteidigungssysteme, die eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten verursachten, begannen Mitte Juli 2019. Washington forderte eine Ablehnung des Deals und im Gegenzug den Erwerb der amerikanischen Patriot-Systeme und drohte, den Verkauf der neuesten F-35-Kampfjets an die Türkei zu verzögern oder sogar abzusagen, sowie Sanktionen gemäß CAATSA (dem Gesetz „Gegen Amerikas Gegner durch Sanktionen“) zu verhängen. Ankara weigerte sich, Zugeständnisse zu machen. Wie Erdogan zuvor erklärt hatte, plane die Türkei, die Installation der S-400 abzuschließen und sie im April in Dienst zu stellen.

    ek/mt/sna

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