05:50 29 September 2020
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    Die Vereinigung der italienischen Anwälte Camere Penali del Diritto Europeo e Internazionale (dt: Strafkammer des europäischen und internationalen Rechts) hat laut ihrem Chef, Alexandro Maria Tirelli, die russische Führung gebeten, humanitäre Hilfe nach Norditalien zu schicken, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen.

    „Die Europäische Union hat keine Solidarität geübt und viel Selbstsucht gegenüber Italien gezeigt. Wir glauben, dass Italien sich an Russland als Partnerland wenden sollte. Wir bitten Putin, eine Ladung mit Filtermasken und Kits zur Ansteckungsverhütung nach Neapel zu schicken“, sagte der Anwalt.

    In einem Appell bittet der Verband die russische Regierung, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung mit Hygieneschutz – Masken, Einweghandschuhen, Gläsern und Sterilisatoren – zu versorgen.

    „Wir können nicht anders, als Russland um Hilfe bitten – ein Land, das noch immer wenig von COVID-19 betroffen ist. In diesem Zusammenhang bitten wir den russischen Präsidenten, einen Frachtschiff mit FPP3-Masken nach Süditalien zu genehmigen, um die nicht infizierten Gebiete zu schützen und der Bevölkerung durch den Versand von Intensivgeräten zu helfen“, heißt es in dem Appell.

    Laut Tirelli besteht seine Vereinigung aus Hunderten führender Experten auf dem Gebiet der Auslieferung und des internationalen Strafrechts und ist ein Teil der landesweiten Vereinigung von Anwälten, die sich mit Strafverfahren beschäftigen.

    „Das Coronavirus kann die Karte der Wirtschaftsbeziehungen in Europa und der Beziehungen zwischen Ländern verändern. In Italien herrscht Unzufriedenheit mit der EU, und die allgemeine Bevölkerung unterstützt Russland“, sagte Tirelli.

    Er betonte, dass es notwendig sei, die Ausbreitung des Virus in Süditalien zu verhindern, damit es keine Zeit habe, aus den nördlichen Regionen zu ihnen zu wechseln. „Wenn Schiffe einer Flotte versinken, sollten Ersatzteile für Reparaturen an diejenigen geschickt werden, die in Sicherheit sind“, betonte Tirelli.

    Coronavirus in Deutschland und weltweit

    Die Fälle von Coronavirus-Infektionen in Deutschland nehmen kontinuierlich zu. Am Montag waren die ersten beiden Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt geworden – beide Menschen stammten aus Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Infizierten in Deutschland stieg bis Dienstagabend auf 1296, teilte das Robert-Koch-Institut mit (Stand: 10.3.2020, 21:30 Uhr). Weltweit haben sich inzwischen mehr als 114.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert.

    sm/gs

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    Tags:
    humanitäre Hilfe, Coronavirus, Anwälte, Vereinigung