10:23 09 April 2020
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    Veranstaltungen werden massenweise abgesagt, Kneipen und Klubs mussten zumachen, auch Gaststätten könnten bald schließen – die Corona-Pandemie lässt gerade in der Gastronomiebranche viele Beschäftigten ohne Arbeit. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat nun eine Idee, wie man sie sinnvoll einsetzen könnte.

    Wo sonst Saisonarbeiter aus dem Ausland ausgeholfen haben, droht jetzt akuter Arbeitskräftemangel: Für die Feldarbeit im Frühjahr und die ersten Ernten fehlt den Bauern hierzulande wegen der Corona-Krise das dringend benötigte Personal. Betroffen sind vor allem Betriebe mit Gemüse-, Kräuter- und Obstanbau. Auf Anfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung hat Agrarministerin Julia Klöckner den Bauern Unterstützung zugesagt. Am Montag will die Politikerin mit Spitzenvertretern der Branche über die offenen Fragen sprechen.

    Gegenüber der Zeitung sagte Klöckner, sie wolle auch „unkonventionelle Wege“ gehen, um dem Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft Abhilfe zu schaffen. „Ob diejenigen Mitarbeiter, die in der Gastronomie leider immer weniger zu tun haben, in der Landwirtschaft einspringen können und möchten – auch so etwas müssen wir überlegen“, so die Ministerin. Auch sei zu prüfen, ob bürokratische Anforderungen heruntergefahren werden könnten.

    Angesichts der Grenzschließungen sagte Klöckner der Bildzeitung, Deutschland sei bei Grundnahrungsmitteln nicht auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen. „In Deutschland sind wir gerade bei den Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Getreide, Milcherzeugnisse, Schweinefleisch oder Käse gut aufgestellt.“ Der Selbstversorgungsgrad der Bundesrepublik liege hier bei 100 Prozent.

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    Tags:
    Arbeit, Gastronomie, Bauer, Julia Klöckner, Coronavirus