02:28 14 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    1567
    Abonnieren

    Der Leiter der föderalen Behörde für militärtechnische Zusammenarbeit, Dmitri Schugajew, hat die größten Importeure von russischen Waffen genannt. In den Top-5 der Länder ist auch die Türkei.

    Ihm zufolge schloss Russland 2019 Verträge über die Lieferung von Produktion für Militärzwecke im Wert von 17 Milliarden US-Dollar.

    Am Anfang des Jahres soll der Auftragsstand etwa 55 Milliarden US-Dollar betragen haben.

    Diese Länder kaufen die meisten russischen Waffen

    In einem Gespräch mit dem TV-Sender „Rossija 24“ sagte Schugajew wie folgt:

    „Die Türkei hat es im vergangenen Jahr erstmals in die fünf größten Importeure von russischen Waffen geschafft.“

    Unter den größten Importeuren seien auch Indien, China und Ägypten.

    Zweiter S-400-Vertrag mit Ankara?

    Schugajew schloss nicht aus, dass Russland und die Türkei einen weiteren Vertrag über die Lieferung von S-400-Raketensystemen unterzeichnen könnten. Das Abkommen befinde sich in „einer ziemlich ernsthaften Etappe“. Fast alle technischen Fragen sollen ihm zufolge geregelt worden sein. Es sei eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit, die den nationalen Interessen Russlands entspreche.

    In Bezug auf die bereits erworbenen Komplexe habe der Besteller alle Bestandteile bekommen; Spezialisten seien für den Betrieb ausgebildet worden.

    S-400 und Su-35 für China

    Ferner sagte Schugajew, dass Russland bis Ende des Jahres die Umsetzung des Abkommens über die S-400-Lieferung nach China abschließe.

    Russland rechne dabei mit weiteren Käufen von Su-35-Maschinen durch China, „(…) weil eine bestimmte Zahl an Maschinen gekauft wurde. Ich hoffe, dass wir dieses Thema fortsetzen.“

    Verhandlungen mit Indien

    Unter anderem betonte Schugajew, dass eine große Möglichkeit bestehe, dass Indien eine zusätzliche Partie von russischen Flugzeugen vom Typ MiG-29 kaufen werde. Unter anderem sagte er:

    „Die indischen Streitkräfte haben eine Entscheidung über den Kauf von mehr Panzern T-90S getroffen, die sie nach Lizenz herstellen; und wir haben im vergangenen Jahr eine zusätzliche Lizenzvereinbarung über die Verlängerung der Lizenz bis 2028 unterzeichnet.“

    S-400-Komplexe 

    Russisches Luftabwehrsystem S-400 Triumph (Archiv)
    © RIA Novosti . Informations- und Presseamt der Baltischen Region
    Das S-400-System Triumph (Nato-Code „SA-21 Growler“) ist in einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Luftfahrzeugtypen, von Drohnen bis zu Marschflugkörpern, wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Triumph ist mit vier Raketentypen kompatibel, die sich in puncto Gewicht und Reichweite unterscheiden.

    China war der erste ausländische Käufer von Triumph-Flugabwehrsystemen. Der Vertrag über die Lieferung zweier S-400-Regimenter war 2015 abgeschlossen worden.

    Moskau und Ankara hatten 2017 einen Vertrag über den Kauf von Raketenabwehrsystemen S-400 Triumph geschlossen. Washington drohte der Türkei Sanktionen und einen Ausschluss aus dem Programm zur Produktion von F-35 an. Präsident Donald Trump sprach von schweren Folgen und „immensen Problemen“ für die Türkei.

    Im Oktober 2018 unterzeichneten Russland und Indien einen Vertrag über die Lieferung von S-400-Komplexen an das Land. 

    Zum Thema:

    Aus Hongkong in USA geflohene Virologin offenbart „Wahrheit“ über Covid-19
    „Coronawahnsinn“ und „Maskenfetisch“- Carolin Matthie schießt scharf
    Putin nennt Grund für Verschlechterung der Beziehungen zu Ukraine
    Tags:
    Dmitri Schugajew, Indien, China, Türkei, Waffen, Russland