14:16 02 Juni 2020
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    Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat Parteikreisen zufolge vorgeschlagen, der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte „Flügel” solle sich bis zum Monatsende auflösen. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, stieß die Idee bei vielen Teilnehmern einer Sitzung des Bundesvorstandes am Freitag in Berlin generell auf Zustimmung.

    Die Frage, wie und wann dies erfolgen sollte, sei allerdings sehr kontrovers diskutiert worden, hieß es weiter.

    Die beiden wichtigsten Führungspersönlichkeiten des „Flügels” sind der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke und Brandenburgs AfD-Landeschef Andreas Kalbitz. Kalbitz ist auch Mitglied des Bundesvorstandes und nahm an der Sitzung teil.

    Der Verfassungsschutz hatte vor gut einer Woche den von AfD-Politikern gegründeten rechtsnationalen „Flügel” offiziell zum Beobachtungsfall erklärt. Der deutsche Inlandsgeheimdienst sah seinen Verdacht bestätigt, dass es sich bei dem Zusammenschluss um eine „rechtsextreme Bestrebung” handelt, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richte. Etliche Kritiker des „Flügels” innerhalb der AfD befürchten nun, dass die gesamte Partei demnächst vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft werden könnte. 

    ta/gs/dpa

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    Jörg Meuthen, Flügel, AfD