03:20 03 Juni 2020
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    Die USA haben Russland feindliche Aktionen im Energiesektor vorgeworfen, momentan aber keine neuen Sanktionen angekündigt.  Dies geht aus einer Pressemitteilung des US-Außenministeriums im Ergebnis eines Briefings hervor.

    Ein Vertreter des US-Außenministeriums äußerte sich nicht zur möglichen Verhängung neuer Anti-Russland-Sanktionen, da dies ihm zufolge der US-Politik „absolut widerspricht“.

    „Ich habe einige Fälle angeführt, wo Russland Energie als feindlicher Spieler für feindliche Zwecke verwendet hat. Lassen Sie diese Tatsache für sich selbst sprechen", sagte er bei dem Briefing.

    Die USA würden die weitere Entwicklung der Situation nicht mit einzelnen Staaten besprechen, sondern alle Länder auffordern, „verantwortungsvolle Maßnahmen“ zu ergreifen.

    „Wir fordern alle Akteure auf, den aktuellen Stand der globalen Unsicherheit und der wirtschaftlichen Turbulenzen zu beachten und verantwortungsvolle Maßnahmen zu ergreifen, damit wir dies gemeinsam überwinden könnten“, so die Pressemitteilung.

    Zuvor hatte das „Wall Street Journal” geschrieben, die US-Regierung denke an neue Sanktionen gegen Russland, „um den Ölmarkt zu stabilisieren“. Die Vereinigten Staaten werden sich in den Markt „zur richtigen Zeit“ einmischen, hatte Präsident Trump vorher angekündigt.

    Ölpreiskrieg

    Der Ölpreis war Anfang März drastisch abgestürzt, nachdem sich die Opec+ (Bündnis des Ölkartells Opec mit den wichtigsten Erdölexporteuren außerhalb) nicht auf neue Begrenzungen der Ölfördermenge aufgrund des Nachfrageeinbruchs im Zusammenhang mit der Corona-Krise einigen konnte.
    Russland wollte die Ölförderquote unverändert verlängern lassen, Saudi-Arabien forderte eine weitere Reduzierung der Förderung. Wenn die bisherige Förderbremse am 1. April ausläuft, dürfen die Opec+-Staaten ihre Ölproduktion wieder steigern.

    Nach dem Scheitern der Gespräche kündigte Saudi-Arabien zudem an, künftig deutlich mehr Öl zu fördern, und stellte europäischen Abnehmern Rabatte in Aussicht. Diese Ankündigung belastete den Preis zusätzlich. Medien berichteten in diesem Zusammenhang von einem Preiskrieg unter Ölexporteuren.

    sm/gs

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    Spieler, Russland, USA