03:35 14 Juli 2020
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    Nachdem der AfD-Bundesvorstand dafür gestimmt hat, dass sich der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte „Flügel“ selbst auflösen soll, will die Vereinigung offenbar erst in einigen Tagen über ihre eigene Zukunft beraten. Ein ursprünglich für diesen Samstag geplantes Treffen fiel aus, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur.

    Grund für die Absage des Treffens soll die Sorge um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus gewesen sein. Dennoch soll es in den kommenden Tagen einen Meinungsaustausch geben.

    Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen zeigte zwar Verständnis für die Absage des Treffens. Er betonte aber, dies ändere nichts an dem Beschluss des Vorstandes. Auch die darin genannte Frist stehe, sagte er auf Anfrage.

    Der Bundesvorstand der AfD hatte am Freitag in Berlin mit großer Mehrheit dafür gestimmt, dass sich der „Flügel“ selbst auflösen soll. In dem Beschluss hieß es: „Der Bundesvorstand erwartet als Ergebnis des morgigen ,Flügel‘-Treffens eine Erklärung darüber, dass sich der informelle Zusammenschluss ‚Flügel‘ bis zum 30.04.2020 auflöst.”

    Zu den prominentesten „Flügel”-Vertretern gehören die AfD-Landeschefs aus Thüringen und Brandenburg, Björn Höcke und Andreas Kalbitz.

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte in der vergangenen Woche erklärt, der „Flügel” sei eine „erwiesen extremistische Bestrebung”, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richte.

    ta/gs/dpa

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    Tags:
    Flügel, AfD