17:28 09 Juli 2020
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte am 21. März seinen 70. Geburtstag. Dazu hat unter anderem der offizielle Studio-Moskau-Account der ARD bei Twitter gratuliert, worauf der Bild-Redakteur Julian Röpcke jedoch mit Empörung reagierte.

    Sergej Lawrow, der als Ständiger Vertreter Russlands bei der Uno zwischen 1993 und 2004 tätig war und seit 2004 Russlands Außenminister ist, feierte am 21. März sein 70. Jubiläum.

    Zum Geburtstag gratulierte ihm unter anderem das Moskauer ARD-Büro via Twitter:

    Neben Gratulationen repostet der TV-Sender eine Twitter-Publikation der russischen Mission bei der Nato mit Fotos des russischen Außenministers aus dem jüngst veröffentlichten Album.

    „Zu seinem Geburtstag kann man sich jetzt einen Bildband mit seinen Fotos als Minister kaufen“, heißt es im Beitrag des TV-Senders ARD.

    Aus Röpckes Sicht

    In seinem Artikel spricht Röpcke von einem „Skandal-Tweet“.

    „Unfassbarer Eklat mitten in der Corona-Krise“, schreibt er.

    Unter anderem sagte er, dass Moskau angeblich im Zusammenhang mit „Verschwörungstheorien“ um die neuartige Lungenkrankheit stehe. Dabei führte der Journalist keine Beweise dafür an.

    Röpcke zeigte sich empört über die Kaufempfehlung seitens der ARD-Journalisten und kritisierte das Twitter-Account der russischen Nato-Mission, das laut seinen Aussagen „regelmäßig Propaganda und Lügen“ verbreite. Dabei wirft er auch dem Kreml eine hybride Kriegskampagne gegen den Westen vor.

    Sacharowa meldet sich zu Wort

    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verwies ihrerseits darauf, dass Russlands Außenminister viele Zitate habe, mit denen man das Geschehene kommentieren könnte.

    „Ich werde wohl Sergej Wiktorowitsch zitieren. Aber nicht laut“, sagte sie gegenüber russischen Medien.

    Die russische Botschaft in Deutschland kommentierte auch Röpckes Aussagen: 

    Der Abgeordnete Viktor Wodolazki von der russischen Regierungspartei „Geeintes Russland“ äußerte sich gegenüber dem Portal rueconomics.ru zur Situation: „Aus meiner Sicht versucht offenbar der Westen, den Grad des Informationskrieges gegen Russland zu pflegen, der vor dem Hintergrund der Epidemie nicht schrumpft.“ Ferner fügte er hinzu:

    „Den Journalisten von großen Medien und TV-Sendern des Westens ist seit langem eine Aufgabe gestellt: Für Russland ein negatives Bild des Aggressors und Feindes zu gestalten. Und sie führen ihre Bestellungen aus, wobei man manchmal eine solche Arbeit auf vollem Absurd mit maximalem Zynismus basiert.“

    ak/mt/sna

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