19:19 29 Oktober 2020
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    Die gegen die Auslieferung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange auftretende Organisation schließt nicht aus, dass die Anhörungen zu seinem Fall wegen der Coronavirus-Pandemie von Mai auf einen späteren Termin verschoben werden können.

    „Die erste Woche von den vierwöchigen Anhörungen zur Auslieferung von Julian Assange ist vorbei. Die Anhörungen begannen am 22. Februar und wurden bis zum18. Mai unterbrochen. Sie können auf eine noch längere Zeitperiode im Zusammenhang mit dem Virus unterbrochen werden. Von der Verteidigungsseite werden über 20 Zeugen aussagen“, heißt es in der Mitteilung der Organisation, die von der Agentur RIA Novosti veröffentlicht wurde.

    Corona-Pandemie

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch einer neuartigen Coronavirus-Infektion Covid-19 als Pandemie eingestuft. Nach den jüngsten WHO-Angaben seien weltweit bereits über 292.000 Menschen infiziert worden, über 12.700 seien gestorben.

    Assanges Story

    Assange, der 2010 in Schweden der sexuellen Belästigungen und Vergewaltigung beschuldigt wurde, hatte sich seit Juni 2012 in Ecuadors Botschaft in London versteckt, da er die Auslieferung in das skandinavische Land fürchtete. Am Morgen des 11. April 2019 ist er auf Anfrage der USA festgenommen worden. Das Gericht in London hatte ihn wegen der Verletzung der Bedingungen einer Freilassung gegen Kaution für schuldig erklärt und ihn zu 11 Monaten Haft verurteilt. Die Anhörungen zur Frage der Auslieferung begannen am 2. Mai vergangenen Jahres. Bald darauf hatten die US-Behörden angekündigt, dass sie gegen Assange eine neue Anklage zu 17 Episoden der Verletzung des Gesetzes über die Spionage und Offenbarung von Geheiminformationen erhoben hätten. Im Fall einer Auslieferung drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    verschieben, Anhörungen, Coronavirus, Julian Assange