06:54 12 August 2020
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    Die dänische Staatsanwaltschaft hat wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Attentats auf einen Exil-Iraner Anklage gegen einen im Iran geborenen Norweger erhoben. Wie Staatsanwältin Lise-Lotte Nilas am Mittwoch in Kopenhagen bekanntgab, werde dem 40-Jährigen Mitschuld an der Attentatsplanung durch den iranischen Geheimdienst vorgeworfen.

    Er soll laut der Anklageschrift Informationen gesammelt und an den Geheimdienst weitergegeben haben, die dazu gebraucht werden sollten, den in Dänemark wohnhaften Iraner zu töten. Der Gerichtsprozess gegen den Angeklagten soll am 1. Mai in Roskilde westlich von Kopenhagen beginnen.

    Das Attentat war vor der Ausführung vereitelt, der Mann im Herbst 2018 festgenommen worden. Ziel der vereitelten Pläne soll ein Anführer der im Iran aktiven Separatistenbewegung ASMLA gewesen sein. Teheran hatte die dänischen Vorwürfe wegen Anschlagsvorbereitung damals dementiert.

    Die Rebellengruppe ASMLA will in der persisch-schiitisch dominierten Provinz Chusistan einen unabhängigen arabischen Staat errichten. Teheran wirft der Organisation Angriffe auf das iranische Militär vor und betrachtet sie als Terrororganisation

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Geheimdienst, Iran, Dänemark