11:08 01 Dezember 2020
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    Die Corona-Ausbreitung macht es dem Iran schwer: Die Islamische Republik hat bereits mehr als 38.000 Infektionen und mehr als 2500 Todesfälle zu beklagen. Die Regierung in Teheran macht die USA mitverantwortlich und nennt die anhaltenden Wirtschaftssanktionen „medizinischen Terrorismus“.

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe bestätigt, dass der Iran ein starkes Gesundheitswesen habe, schreibt der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in einem Beitrag für die russische Tageszeitung „Kommersant“.

    „Doch die rechtswidrige Blockade der iranischen Finanzquellen durch die umfassenden Sanktionen der US-Regierung macht den Zugang zu Medikamenten und medizinischer Ausrüstung unmöglich. Das führt zu einer humanitären Katastrophe.“

    Laut Sarif wollen die USA mit ihren Sanktionen im Bereich Navigationsanlagen und Software den Iran daran hindern, von seinen Flugzeugen Gebrauch zu machen und Informationstechnologien im Kampf gegen Covid-19 einzusetzen.

    Die amerikanische Sanktionspolitik verurteilt der iranische Außenminister in dem Beitrag als „wirtschaftlichen und medizinischen Terrorismus“ und als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

    In der vergangenen Woche hatten Russland, China und mehrere weitere Staaten an UN-Generalsekretär António Guterres appelliert, Staaten zur Beendigung der Sanktionen aufzufordern, die den Kampf gegen das Coronavirus Covid-19 bremsen.

    Nach WHO-Angaben hat das Virus, das im Dezember erstmals in China entdeckt worden war, weltweit bereits mehr als 638.000 Menschen angesteckt und mehr als 30.000 getötet.

    leo/ip

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    Tags:
    Terrorismus, Katastrophe, Wirtschaft, Sanktionen, USA, Mohammed Dschwad Sarif, Mohammad Javad Zarif, Coronavirus, Iran