05:36 29 Oktober 2020
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    Nachrichtenüberblick: Esken für einmalige Vermögensabgabe; Städte- und Gemeindebund gegen Maskenpflicht; Rüstungsexporte an Anti-Huthi-Allianz; Landwirte rufen um Hilfe; Frauen und Männer in Panama draußen getrennt; Frühjahrsputz wieder wichtig

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Esken für einmalige Vermögensabgabe

    SPD-Chefin Saskia Esken hat zur Bewältigung der finanziellen Belastungen der Corona-Krise eine einmalige Vermögensabgabe ins Spiel gebracht. Man werde eine faire Lastenverteilung brauchen  und die könne für die SPD nur so aussehen, dass sich die starken Schultern in Deutschland auch stark beteiligten, sagte sie der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Sie halte eine einmalige Vermögensabgabe für eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen. Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch hatte eine solche Vermögensabgabe vor einigen Tagen bereits gefordert. Das Grundgesetz sehe im Artikel 106 ein solches Mittel vor. Eine einmalige Corona-Abgabe auf große private Vermögen sei geboten. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche zur Finanzierung der Corona-Folgen einen Nachtragshaushalt beschlossen, der neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro vorsieht.

    Städte- und Gemeindebund gegen Maskenpflicht

    Der Städte- und Gemeindebund ist gegen eine generelle Maskenpflicht in Geschäften. Eine Pflicht halte er in der jetzigen Phase nicht für zielführend, sagte Geschäftsführer Gerd Landsberg MDR Aktuell. Man müsse sehen, dass man im Moment in der Corona-Krise in Deutschland ein Riesenproblem habe, für Ärzte oder Krankenpfleger, Masken zu bekommen. Bei einer Maskenpflicht befürchtet Landsberg Hamsterkäufe. Damit mache man den Markt leer für jene, die die Masken wirklich bräuchten.

    Rüstungsexporte an Anti-Huthi-Allianz im Jemen

    Die Bundesregierung hat seit Anfang 2019 Rüstungsexporte für mehr als eine Milliarde Euro an die Länder der Kriegsallianz genehmigt, die im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft. Allein für Ägypten wurden innerhalb von knapp 15 Monaten 21 Lieferungen für 802 Millionen Euro erlaubt, für die Vereinigten Arabischen Emirate waren es 76 Einzelgenehmigungen im Wert von 257 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen hervor, die der DPA vorliegt.

    Landwirte rufen um Hilfe

    In einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Merkel haben Unionspolitiker eine Lockerung der Einreisebeschränkungen für Saisonarbeitskräfte aus Rumänien und anderen EU-Mitgliedstaaten gefordert. Die deutschen Landwirte müssten in den nächsten Tagen entscheiden, welche Obst- und Gemüsesorten noch angebaut und geerntet werden könnten, daher sei keine Zeit zu verlieren, heißt es in dem Schreiben der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der Fraktion.

    Frauen und Männer in Panama draußen getrennt

    In Panama dürfen wegen der Corona-Pandemie Männer und Frauen nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Diese neue Maßnahme zur Vermeidung von sozialen Kontakten trat heute in Kraft, nachdem die Regierung des mittelamerikanischen Landes sie am Montag angekündigt hatte. Zur Begründung hieß es, zu viele Menschen hätten die bisher geltende Ausgangsbeschränkung missachtet. Diese hatte Staatspräsident Laurentino Cortizo ab vergangenen Mittwoch auf unbestimmte Zeit verfügt. Jedem stehen demnach jeden Tag zwei bestimmte Stunden zwischen 6.30 und 19.30 Uhr draußen zu, um Dinge des Grundbedarfs einzukaufen - welche zwei Stunden, hängt von der letzten Ziffer der Ausweisnummer ab.

    Frühjahrsputz wieder wichtig

    Die Tradition des Frühjahrsputzes hat auch heute noch ihren Sinn - besonders angesichts der Corona-Krise. Ein sauberes Heim sei immer wichtig, für Allergiker und abwehrgeschwächte Personen sowieso, aber auch für Gesunde, sagt Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. An den Staub können sich seinen Angaben nach etwa Giftstoffe und Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien heften. Wegen der Corona-Pandemie sei es zurzeit besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen und täglich zu lüften. Alles flächendeckend mit Desinfektionsmitteln zu reinigen, sei dagegen nicht nötig. Es sei sogar schädlich für Mensch und Umwelt, warnt Experte Moriske.

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