11:57 06 Juli 2020
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat den US-Präsidenten Donald Trump vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts gewarnt.

    „Lassen Sie sich nicht wieder von Ihren üblichen Kriegstreibern irreführen“, twitterte Sarif.

    ​Am Mittwoch hatte Trump den Iran vor einem möglichen Angriff auf US-Streitkräfte oder amerikanische Ziele im Irak durch sogenannte „Proxies“ bzw. Irans Handlanger gewarnt. Der amerikanische Präsident vermutete auf Twitter, dass der Iran oder seine Verbündeten eine „heimliche Attacke“ planten. Dabei gab Trump nicht an, auf welche Informationen er sich dabei stützte.

    ​„Sollte das passieren, wird der Iran wirklich einen sehr hohen Preis zahlen“, warnte Trump.

    Irans Einfluss im Irak

    Der schiitsche Iran hat einen großen Einfluss im Irak, dessen Bevölkerungsmehrheit auch schiitisch ist. Mit Hilfe schiitischer Milizen im Irak kann Teheran militärisch Druck auf die USA ausüben. Zu den stärksten mit dem Iran verbundenen Milizen im Irak zählt unter anderem die Gruppe Kataib Hisbollah, deren Anführer im Januar zusammen mit dem iranischen General Ghassem Soleimani im Irak durch einen US-Luftangriff getötet worden war. Danach drohte die Miliz mit Vergeltung.

    Sarif unterstrich dagegen, dass der Iran im Irak „Freunde“ und nicht Handlanger habe. Er fügte auch hinzu, dass kein Land in einem Nachbarstaat „Millionen von Proxies“ haben könne.

    Der iranische Chefdiplomat betonte auch, dass der Iran keinen Krieg wolle, sich aber entschlossen verteidigen werde, sollten die USA sein Land in einen Konflikt hineinziehen.

    Desinfektion vor dem Imam-Reza-Schrein in Maschhad, Iran
    © REUTERS / Wana News Agency

    Zuvor hatte der iranische Außenminister zur Nichteinhaltung der US-Sanktionen aufgrund der weltweit herrschenden Corona-Pandemie aufgefordert. Ihm zufolge benötigen die USA selbst Hilfe im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Angriffe, Terrormiliz, Verschärfung, Konflikt, Irak, USA, Iran