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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (513)
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    Die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat sich in einem Zeitungsbeitrag an Italien gerichtet und dem Land EU-Hilfe zur Überwindung der Corona-Krise versprochen.

    Der Artikel mit der Überschrift „Entschuldigt uns, nun ist die EU mit Eucherschien am Mittwoch auf Italienisch in der Zeitung „La Repubblica“.

    Laut der Politikerin waren viele EU-Staaten nach dem Ausbruch der Krise zu sehr auf die eigenen Probleme fixiert gewesen.

    „Die haben nicht realisiert, dass wir nur gemeinsam als Union die Pandemie besiegen können.“

    Dies sei verletzend und hätte vermieden werden können. Eine „Distanz zwischen den europäischen Nationen“ setze alle der Gefahr aus.

    „Europa an Italiens Seite“

    Die EU-Herangehensweise habe sich inzwischen geändert.

    „Heute aber steht Europa an Italiens Seite.“

    Von der Leyen kündigte in ihrem Schreiben an, die EU werde für das geplante europäische

    Kurzarbeitergeld nach deutschem Vorbild in Europa bis zu 100 Milliarden Euro bereitstellen. Angefangen werde mit Italien.

    Darüber hinaus habe die Brüsseler Behörde vorgeschlagen, jeden verfügbaren Euro im EU-Jahreshaushalt in den Kampf gegen die Coronavirus-Krise zu stecken, erklärte von der Leyen.

    „Diese Krise ist eine Prüfung für Europa. Und wir können uns kein Scheitern erlauben.“

    Italiener über die EU offenbar verstimmt

    In Italien gibt es eine weit verbreitete Verstimmung über die Haltung der EU. So stellte die rechtsgerichtete Partei Lega den Verbleib des Landes in der EU in Frage.

    Der Ärger entstand, da aus anderen europäischen Ländern kaum medizinisches Material nach Italien geliefert wurde und einige Staaten, darunter Deutschland, gemeinsame Anleihen zur Bekämpfung der Pandemie ablehnen.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 900.000 Menschen in 206 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden bisher demnach 45.693 Todesopfer.

    Der Organisation zufolge wurden in Italien 110.574 Fälle der neuartigen Erkrankung festgestellt, 13.157 davon endeten tödlich.

    mo/mt/rtr

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    Tags:
    Coronavirus, Italien, Ursula von der Leyen, EU