14:34 10 August 2020
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    Das russische Außenministerium hat sich in einem Facebook-Posting über den schwedischen Minister für Energie und digitale Entwicklung, Anders Ygeman, lustig gemacht. Dieser hatte sich 2019 zum Opfer „russischer Trolle“ erklärt.

    Das Außenministerium veröffentlichte ein Foto von Ygeman mit folgendem Kommentar: „Als sich herausstellt hat, dass die ,Attacke russischer Trolle‘ von einer örtlichen Gruppe mit Aluhüttchen organisiert wurde.“

    Das Bild ist mit einer kurzen Erklärung versehen: „Im Dezember 2019 hatte sich der Minister für Energie und digitale Entwicklung  Schwedens, Anders Ygeman, zum ,Objekt einer Attacke durch russische Trolle‘ erklärt. Nun hat eine Ermittlung von SVT Nyheter (Schwedens öffentlich-rechtliche Fernsehgesellschaft – Anm. d. Red.) ergeben, dass die ,Spuren‘ zu einer einfachen schwedischen Oma führen, die vor Strahlung durch Wi-Fi und 5G-Netzwerken Angst hat.“  

    Im Dezember 2019 hatte Ygeman auf seiner Facebook-Seite angekündigt, in Schwerden würden 5G-Netzwerke entwickelt. Unter seinem Posting fanden sich aber schnell mehrere Hundert Kommentare von besorgten schwedischen Bürgern. Ygeman führte diese Reaktionen aber auf Umtriebe russischer Trolle zurück. Diese wollten angeblich den digitalen Fortschritt Schwedens verhindern.

    Nun hat der schwedische Sender SVT Nyheter alle Kommentare unter dem Posting ausgewertet und ist zu dem Schluss gekommen, dass sie alle von echten Menschen und nicht etwa von sogenannten Bots stammen. Mehr noch: Die Mehrheit der Kommentare wurden laut der Recherche von einer Facebook-Gruppe geschrieben, welche die „Strahlung“ von 5G-Netzwerken bekämpfen will. Die Aufrufe, die Facebook-Seite des Energieministers mit negativen Kommentaren zu bombardieren, stammten von einer Aktivistin dieser Gruppe aus Stockholm, die sich selbst als „einfache Oma“ bezeichnet.

    ta/gs

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    Tags:
    5G, Schweden, Russland, Moskau