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    US-Präsident Donald Trump hat angedroht, erhebliche Einfuhrzölle für Rohöl zu verhängen, wenn die Ölpreise ihren Tiefstand auch weiter beibehalten sollten.

    „Wenn der Ölpreis so bleibt, wie er ist ... würde ich Zölle erheben, sehr beträchtliche Zölle, weil wir jetzt unabhängig sind, da wir unser eigenes Öl haben, und wenn ich die Zölle erheben würde, würden wir im Grunde genommen sagen, dass wir kein ausländisches Öl wollen“, sagte Trump bei der Pressekonferenz der Coronavirus Task Force im Weißen Haus am Sonntag.

    Zuvor hatte Trump geäußert, der russische Präsident, Wladimir Putin, und der saudi-arabische Kronprinz, Mohammed bin Salman, könnten eine Drosselung der Ölförderung auf zehn oder 15 Millionen Barrel pro Tag vereinbaren. Die Vereinigten Staaten beabsichtigten ihrerseits jedoch nicht, ihre Ölförderung zu reduzieren, hieß es.

    Bislang wurden keine Vereinbarungen offiziell bekannt gegeben. Allerdings hatte Saudi-Arabien am Donnerstag dazu aufgerufen, ein Sondertreffen der im Kooperationsverbund Opec+ vereinten ölfördernden Länder durchzuführen. Das Ziel des Treffens wäre ein „gerechtes Abkommen und die Wiederherstellung des Gleichgewichts auf den Ölmärkten“, hieß es.

    Ölpreissturz

    Anfang März waren Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den im Kooperationsverbund Opec+ vereinten Förderländern wie etwa Russland gescheitert. Die Teilnehmer konnten sich weder auf die Änderung noch auf die Verlängerung der Vereinbarungen über die Drosselung der Ölförderung einigen. Russland wollte die bestehenden Bedingungen des Abkommens aufrechterhalten, während Saudi-Arabien für eine weitere Reduzierung der Ölförderung auftrat.

    Die Aufhebung der Einschränkungen in Bezug auf die Ölförderung ab 1. April verursachte einen Ölpreissturz, der durch die sinkende Nachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie verstärkt wurde.

    Russlands Präsident Wladimir Putin machte das Verhalten Saudi-Arabiens neben der Covid-19-Epidemie für den Ölpreiseinbruch verantwortlich: Riad sei aus dem Opec+-Deal ausgestiegen, habe seine Ölförderung ausgebaut und sogar Rohöl-Rabatte angeboten.

    Der russische Staatschef Putin und Russlands Energieminister, Alexander Nowak, riefen die ölfördernden Länder zu gemeinsamen Aktivitäten auf. Russische Ölunternehmen seien zu einer Reduzierung der Ölgewinnung bereit, aber sie würden derartige Schritte lediglich gemeinsam mit anderen Förderländern einschließlich der USA unternehmen, hieß es.

    asch/ae

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    Tags:
    Einfuhrzölle, Ölpreis, Ölpreise, Donald Trump, USA