16:56 24 Oktober 2020
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    Der Leiter des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation, Hans Kluge, hat am Mittwoch Kritik an der Idee von US-Präsident Donald Trump geübt, Beitragszahlungen seines Landes an die WHO zu stoppen. Darüber schreibt die Zeitung „The Independent“.

    „Als Regionaldirektor bin ich für 53 Mitgliedsländer der WHO zuständig. Und ich sage Ihnen, nein. Wir befinden uns jetzt in einer akuten Phase dieser Pandemie. Jetzt ist nicht die Zeit, die Finanzierung zu kürzen“, sagte Kluge am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.   

    Trump droht WHO mit Stopp von Beitragszahlungen

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump der WHO mit einem Stopp der Beitragszahlungen seines Landes gedroht.

    Am Dienstag kündigte der US-Präsident vor Journalisten in Washington an, die Zahlungen auszusetzen. Auf Nachfrage präzisierte er anschließend allerdings, er prüfe einen solchen Schritt. Ob er ihn auch umsetzen werde, wollte er nicht bestätigen.

    Vorwürfe via Twitter

    Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump der WHO bei Twitter vorgeworfen, beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie „wirklich Mist gebaut“ zu haben. Die Organisation werde weitgehend von den USA finanziert, sei aber zu sehr auf China fokussiert und habe schlechte Ratschläge erteilt. Zum Glück habe er früh die WHO-Empfehlung verworfen, die Grenzen zu China offen zu lassen.

    Ein Sprecher der Vereinten Nationen wies die Kritik entschieden zurück. Der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus habe im Zusammenhang mit der Pandemie hervorragende Arbeit geleistet, betonte er.

    Sars-CoV-2

    Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind bisher rund 1,446 Millionen Menschen weltweit mit dem Sars-CoV-2 infiziert und mehr als 83.424 an dem Erreger gestorben. 308.146 Menschen sind genesen.

    ns/mt

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    Tags:
    Coronavirus, Tedros Adhanom Ghebreyesus, Hans Kluge, WHO, Zeitung The Independent, Donald Trump