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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (518)
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    Die Coronavirus-Pandemie stellt laut UN-Chef António Guterres eine Gefahr für den internationalen Frieden und die Sicherheit dar. Dies sagte er bei einem virtuellen Treffen des UN-Sicherheitsrates am Donnerstag (Ortszeit) in New York.

    Die Pandemie könne zur Eskalation von Gewalt und Unruhen führen, die die Möglichkeit drastisch einschränken würden, die Krankheit zu bekämpfen. 

    Bioterrorismus

    Unter anderem sieht Guterres eine wachsende Gefahr von möglichen Angriffen durch Bioterroristen, die zum Ziel haben könnten, neue Pandemien wie die gegenwärtige auszulösen.

    „Die Schwächen und die mangelhafte Vorbereitung, die durch diese Pandemie offengelegt wurden, geben Einblicke darin, wie ein bioterroristischer Angriff aussehen könnte – und erhöhen möglicherweise das Risiko dafür“, sagte er.

    Ferner erläuterte der UN-Chef:

    „Nichtstaatliche Gruppen könnten Zugang zu virulenten Stämmen erhalten, die für Gesellschaften auf der ganzen Welt eine ähnliche Verwüstung bedeuten könnten.“

    Die Sorge vor Bioterroristen ist eine von acht Bedrohungen der internationalen Stabilität, die Guterres wegen der Corona-Krise vor dem UN-Gremium aufzählte. Dazu gehörte auch die generelle Gefahr, dass Terrorgruppen die Zeit der Krise ausnutzen könnten, während Regierungen durch die Bewältigung der Pandemie abgelenkt seien. Zudem registrierten die Vereinten Nationen nach Worten von Guterres Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Covid-19: 

    „Wir sehen Stigmatisierung, Hassreden sowie Rechtsextremisten und andere Radikale, die versuchen, die Situation auszunutzen.“ 

    Der UN-Chef bezeichnete das Vorgehen gegen die Corona-Pandemie Medienberichten zufolge als „Kampf einer Generation“. Es sei entscheidend, dass der Sicherheitsrat sich in diesem Kampf engagiere, um die möglichen Konsequenzen der Pandemie für „Frieden und Sicherheit“ in der Welt abzumildern.

    Erste Corona-Beratungen

    Die ersten Beratungen des Sicherheitsrates zur Coronavirus-Pandemie hatten per Videokonferenz und unter Druck der Kritik wegen des offensichtlichen Stillstands stattgefunden.

    Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen kritisierte die bisherige „ohrenbetäubende Stille“ des Rates deutlich. Anders als bei der Finanzkrise 2008 kämen „Führung und Macht“ international bisher nicht zusammen.

    ak/sb/dpa/sna

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    António Guterres, Coronavirus, UN-Sicherheitsrat