17:58 19 September 2020
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    Die USA haben laut einem „Spiegel“-Bericht ihre in Deutschland stationierten Atomwaffen modernisiert. Die geheime Operation habe bereits im Herbst 2019 stattgefunden, schrieb das Nachrichtenmagazin am Freitag.

    Die US-Luftwaffe habe die rund 20 Wasserstoffbomben vom Typ B-61 vom Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz mit einem Militärtransportflugzeug für zwei Tage in die USA geflogen. Dort sei neue Software für das Waffensystem installiert worden.

    Die Bundesregierung sei erst kurz vorher von der US-Regierung darüber in Kenntnis gesetzt worden und habe Kräfte der Bundeswehr für den Fall bereitgehalten, dass bei Transport oder Verladen etwas schief geht.

    Die Atombomben in Büchel sind Teil der nuklearen Abschreckung der Nato. Ihre Existenz wird weder von deutscher noch von US-Seite offiziell bestätigt. Für ihren Einsatz im Ernstfall hält die Bundeswehr Tornado-Kampfjets bereit.

    Linke und Grüne setzen sich seit langem für den Abzug der Atombomben ein. Im Bundestagswahlkampf 2017 hatte sich auch der damalige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz dafür stark gemacht.

    2010 hatte der Bundestag den Abzug der Waffen aus Deutschland unterstützt. In einem gemeinsamen Antrag schrieben damals alle Fraktionen, sie begrüßten Absichten der Bundesregierung, sich „dafür einzusetzen, dass die in Deutschland verbliebenen Atomwaffen abgezogen werden“.

    ls/sb/sna

     

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    Der Spiegel, USA, Deutschland