09:32 30 September 2020
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    Nach dem verunglückten Start einer Ausgangssperre hat der türkische Innenminister Süleyman Soylu seinen Rücktritt angekündigt. Er übernehme die volle Verantwortung, teilte Soylu am Sonntag mit. Die kurzfristig verhängte Ausgangssperre hatte zuvor vielerorts zu Panikkäufen und Menschenansammlungen. Erdogan lehnte den Rücktritt Soylus jedoch ab.

    „Ich trenne mich von meinem Innenministeramt, das ich mit Stolz ausgeführt habe“, schrieb der Innenminister.

    Das Innenministerium hatte am späten Freitagabend kurzfristig eine weitgehende Ausgangssperre wegen der Corona-Krise für 48 Stunden in 31 Städten beziehungsweise Provinzen verhängt, darunter in den Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir.

    Die Kommunikation der Behörden war scharf kritisiert worden, weil die Maßnahme erst zwei Stunden vor Beginn der Frist bekannt wurde und Details der Regelung zunächst unklar waren. Am Freitagabend war es deshalb zu Panikkäufen und Menschenansammlungen in den betroffenen Städten gekommen.

    Erdogan lehnt Rücktritt des Innenministers ab

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Rücktritt seines Innenministers abgelehnt. Süleyman Soylu habe seinen Rücktritt eingereicht, der Präsident habe diesen aber nicht befürwortet, teilte das türkische Kommunikationsministerium am Sonntagabend mit. Soylu übe das Amt des Innenministers weiter aus, hieß es.

    In der Erklärung wurden zudem Soylus Verdienste hervorgehoben. Unter anderem habe dieser einen entschlossenen Kampf gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geführt. Durch seine erfolgreichen Dienste habe er die Achtung des Volkes gewonnen.

    ta/dpa

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    Tags:
    Ausgangssperre, Recep Tayyip Erdogan, Türkei