05:40 31 Oktober 2020
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    Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölförderländer sollen nach der bereits bekanntgegebenen Förderkürzung um 9,7 Millionen Barrel pro Tag ihre Ölförderung in der zweiten Jahreshälfte 2020 um 7,7 Millionen reduzieren. Eine weitere Reduzierung soll folgen, wie aus einer Pressemittteilung des Verbunds hervorgeht.

    Demnach sollen die Teilnehmer der Vereinbarung ihre Ölförderung im Laufe von 16 Monaten bis zum 30. April 2022 um 5,8 Millionen Barrel pro Tag verringern.

    Für Russland und Saudi-Arabien soll als Ausgangsbasis der Wert von elf Millionen Barrel pro Tag gelten. Für alle anderen Länder wurden ihre Fördervolumen vom Oktober 2018 zum Ausgangspunkt gewählt.

    Zudem würden die zu Opec+ gehörenden Länder im Dezember 2021 eine mögliche Verlängerung des Deals behandeln.

    Zuvor hatte der russische Energieminister, Alexander Nowak, mitgeteilt, Russland werde im Rahmen der neuen Opec +-Vereinbarung seine Ölförderung um 2,5 Millionen Barrel pro Tag kürzen.

    Neue Vereinbarung von Opec+

    Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölproduzenten hatten sich am Samstag auf eine Drosselung der Ölproduktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) geeinigt. Die beispiellose Kürzung entspricht etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots. Mexiko hatte sich bis zuletzt geweigert, die geforderten 400.000 Barrel beizusteuern und blieb bei seinem Angebot, 100.000 Barrel aus der Produktion zu nehmen. Die weiteren geforderten 300.000 Barrel pro Tag sollen die USA „ausgleichen“. Wegen der Haltung des zentralamerikanischen Landes verzögerten sich die Gespräche um vier Tage.

    Mit der Kürzung will die Opec+ den gerade durch die Corona-Krise rasant gefallenen Ölpreis wieder stabilisieren.

    Der russische Präsident, Wladimir Putin, sein US-Amtskollege, Donald Trump, und der saudische König Salman ibn Abd al-Aziz begrüßten am Sonntag in einem gemeinsamen Telefonat die erzielte Vereinbarung.

    Putin und Trump tauschten zudem ihre Meinungen zu der Situation auf den Ölmärkten aus und besprachen die aktuellen Fragen der strategischen Sicherheit, teilte der Kreml-Pressedienst mit.

    asch/ae/sna/rtr

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