19:37 05 August 2020
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    Gut drei Monate nach dem Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs nahe Teheran erklärt sich die iranische Regierung zu neuen Gesprächen mit Kiew über eine Übergabe der Flugschreiber bereit. Nach iranischen Angaben musste die Auswertung der Daten wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt werden.

    „Wie von den Verantwortlichen der Islamischen Republik bereits im März bekannt gegeben, wurde die Auswertung der Blackbox wegen der Ausbreitung des Coronavirus gestoppt“, sagte der iranische Botschafter in Russland, Kasem Dschalali, in einem Interview mit der russischen Tageszeitung „Iswestija“.

    „Aber wir sind bereit, die Besprechung dieser Fragen wieder aufzunehmen.“

    Boeing-Abschuss nahe Teheran 

    Die Maschine der Ukraine International Airlines (UIA) war am 8. Januar kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen worden. Alle 176 Insassen kamen ums Leben. Neben Iranern waren Bürger aus sechs weiteren Staaten an Bord: aus Afghanistan, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Schweden und der Ukraine.

    Der Iran hatte zunächst den Abschuss bestritten, aber nach drei Tagen gestanden, die ukrainische Maschine irrtümlich zum Absturz gebracht zu haben. Das iranische Militär, das mitten in einer militärischen Konfrontation mit den USA in voller Alarmbereitschaft gewesen sei, habe das Passagierflugzeug für einen Marschflugkörper gehalten, hieß es aus Teheran.

    leo/ae

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    Tags:
    Flugschreiber, Abschuss, Boeing, Ukraine, Iran