12:17 06 Juli 2020
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    Die russische Botschaft in Washington hat die Anschuldigungen des US-Verteidigungsministeriums kommentiert, denen zufolge Sputnik und RT Desinformation über die Covid-19-Ausbreitung verbreiten sollen.

    Die Botschaft fordert das US-Verteidigungsministerium nachdrücklich auf, alle seine Anstrengungen auf die Bekämpfung von Sars-CoV-2 zu konzentrieren, „vor allem in den eigenen Reihen“.

    „Wir wünschen uns aufrichtig, dass alle infizierten US-Soldaten und ihre Familienangehörigen möglichst schnell genesen“, schrieben die russischen Diplomaten.

    Gleichzeitig kommentierte die Botschaft Pentagon-Briefings über angebliche „russische Desinformation“ und verwies auf die Absurdität der US-Vorwürfe gegenüber der Nachrichtenagentur Sputnik und dem TV-Sender RT.

    „Es ist absurd, dabei Sputnik und RT zu beschuldigen. Die US-Soldaten lesen sie nicht und sehen sie sich sicher nicht an. Wenn sie sich die Hände nicht waschen, dann sind definitiv nicht die russischen Medien Schuld“, heißt es im Kommentar.

    Die Journalisten würden bloß ihre Arbeit tun und das Publikum darüber informieren, was passiere, heißt es weiter im Kommentar. „Aber die Angriffe des Pentagon können bei weitem als ein Faktor angesehen werden, der die Sicherheit der russischen Presse in den USA beeinträchtigt. Die Menschenrechtsorganisationen sollten darauf aufmerksam werden“.

    Newsweek: Pentagon verfolgt Sputnik-Accounts bei Suche nach Corona-Fake-News

    Im Februar hatte der Pressedienst der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya bekanntgegeben, eine Anfrage von einem Journalisten der amerikanischen Zeitschrift „Newsweek“ bekommen zu haben. Demnach verfügt die Zeitschrift über Informationen, denen zufolge US-Militärs Sputnik-Accounts in sozialen Netzwerken verfolgen, die angeblich Falschmeldungen über den Ausbruch des neuartigen Coronavirus verbreiten sollen. In Bezug darauf bat der Korrespondent von „Newsweek“ die Agentur um einen Kommentar.

    „Niemand will die ohnehin schwierige Situation eskalieren lassen”

    Russland und die Vereinigten Staaten hätten auf höchster Ebene regelmäßig Informationen über Pandemien ausgetauscht, erinnerten die russischen Diplomaten. „Niemand ist daran interessiert, die ohnehin schwierige Situation eskalieren zu lassen“. Vor diesem Hintergrund herrsche in den amerikanischen Massenmedien jedoch nach wie vor eine hetzerische Russophobie, die nicht zutreffende Informationen aus solchen Briefings des Pentagon und des US-Außenministeriums enthalte. Eine solche Verantwortungslosigkeit sei „bedauerlich und abstoßend“.

    Russland werde den Ländern, die bereit seien, Hilfe zu akzeptieren, auch weiterhin jede erdenkliche Unterstützung zukommen lassen. Zudem akzeptiere Russland auch die notwendige Hilfe seiner Freunde und werde dies auch zukünftig tun. „Dies ist ein Beispiel, dem man folgen sollte, und kein Anlass für Verunglimpfungen“.

    „Es ist an der Zeit, zu erkennen, dass wir nur mit gemeinsamen Anstrengungen ein gemeinsames Problem überwinden können. Und erst danach wird es möglich sein, Blockbuster über jemandes Führung in diesem Kampf zu drehen“, resümierte die Botschaft.

    Resolution des EU-Parlaments über russische Medien

    Die Situation mit den russischen Medien im Westen ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Im November 2016 hatte das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, die die Notwendigkeit betont, den russischen Medien entgegenzuwirken. Sputnik und RT wurden dabei als zentralste Gefahren angeführt.

    Eine Reihe westlicher Politiker, darunter US-Senatoren und -abgeordnete sowie der französische Präsident, Emmanuel Macron, warfen Sputnik und RT vor, sich in die Wahlen in den Vereinigten Staaten und Frankreich eingemischt zu haben, legten jedoch keine Beweise vor. Moskau bezeichnete diese Vorwürfe als haltlos.

    asch/ae

     

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