09:05 28 November 2020
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    Russland kann keinen Dialog mit den USA über neue russische Hyperschallwaffen führen, ohne die US-Hyperschallprojekte, ihre Pläne zur Schaffung eines globalen Raketenabwehrsystems und zum Einsatz von Waffen im Weltraum gründlich zu erörtern. Das sagte der Vize-Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, am Freitag gegenüber Sputnik.

    „Was einige unserer neuen Systeme anbetrifft, die die Amerikaner kürzlich als 'exotisch' bezeichnet haben, so verweigern wir kein Gespräch dazu. Ich möchte jedoch nachdrücklich darauf hinweisen, dass wir diese Systeme nicht im Vakuum diskutieren werden; sie sind kein Diskussionsthema, das unabhängig von jeglichen anderen Umständen ist“, betonte Rjabkow. 

    Er sagte wiederholt, die Zustimmung der USA, ein inhaltliches und umfassendes Gespräch zu führen, sei eine unverzichtbare Bedingung für den Dialog.

    „Und im Rahmen eines solchen Gesprächs werden wir uns ausschließlich von der Aufgabe leiten lassen, unsere nationale Sicherheit zu gewährleisten. Dies ist allgemein das A und O unseres Ansatzes im Bereich der Rüstungskontrolle“, sagte der Diplomat.

    Rjabkow erinnerte daran, dass Russland 2019 der US-amerikanischen Seite im Rahmen des Vertrags über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (New-START-Vertrag) einen Raketen-Komplex mit dem Hyperschallgleiter „Awangard“ („Avantgarde“) demonstriert hatte. 

    Und wenn der derzeitige New-START-Vertrag „einige Jahre nach Ablauf der ursprünglichen Lauffrist von zehn Jahren in Kraft bleibt, so ist es wohl gerechtfertigt zu sagen, dass dieses System in den Rahmen dieses Vertrags eingeführt wird“, fügte er hinzu.

    New-START-Vertrag

    Der als „New START“ (russ. SNW-III) bekannte Vertrag ist derzeit das einzige noch geltende Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA. Es sieht vor, dass jede Seite ihre Atomwaffenarsenale so reduziert, dass sie weiterhin über maximal 700 interkontinentale ballistische Raketen, U-Boot-gestützte ballistische Raketen und schwere Bomber sowie 1550 Sprengköpfe und 800 stationierte und nicht stationierte Raketenabschussanlagen verfügt.

    Das Dokument ist bis Februar 2021 gültig.

    Bislang hat die US-Regierung noch nicht entschieden, ob sie eine Verlängerung des Abkommens beabsichtigt.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Hyperschallwaffen, New-START-Vertrag, START-Vertrag, Russland, USA