16:12 05 Dezember 2020
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die von US-Präsident Donald Trump angebotene Hilfe zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie - die Versorgung mit Intensivbeatmungsgeräten – abgelehnt.

    Trump hatte am Samstag im Rahmen einer Konferenz im Weißen Haus erklärt, die USA könnten dem Iran auf dessen Wunsch Hilfe erweisen und Intensivbeatmungsgeräte in dieses Land schicken.

    „Der Iran wird in mehreren Monaten selbst Intensivbeatmungsgeräte exportieren, Präsident Trump. Alles, was Sie tun sollten, ist, aufzuhören, sich in die Angelegenheiten anderer Völker, insbesondere meines Volkes, einzumischen. Glauben Sie mir, wir akzeptieren nicht Ratschläge eines jeden amerikanischen Politikers“, schrieb Sarif auf Twitter.

    ​Sarif hatte Mitte März eine Liste notwendiger Mittel zur Bekämpfung des Coronavirus auf Twitter veröffentlicht. Demnach benötigt der Iran mindestens 172 Millionen Schutzmasken unterschiedlicher Art, 100 Millionen Einweghandschuhe, zehn Millionen individuelle Schutz-Sets und Schutzbekleidung sowie Ausrüstungen: 1000 Intensivbeatmungsgeräte und  100 Sauerstoffversorgungs-Geräte wie auch 3,2 Millionen Coronavirus-Tests. 

    Der Außenminister hatte sich vorher an UN-Generalsekretär Antonio Guterres mit der Forderung gewandt, durchzusetzen, dass die US-Sanktionen gegen den Iran als eines der Haupthindernisse für die Bekämpfung des Coronavirus aufgehoben werden.

    Wie der Berater des Gesundheitsministers, Ali-Reza Vahabzadeh, am Sonntag mitteilte, ist die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Iran auf mehr als 82.000 gestiegen. Mehr als 5.100 Patienten starben.

    ls/mt

     

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    Donald Trump, Mohammed Dschawad Sarif, Twitter, USA, Iran