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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (512)
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    Bis zu 2500 Menschen haben am Sonntag in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Washington, Olympia, gegen die Corona-Quarantäne protestiert. Dies berichtet die Zeitung „The Seattle Times“.

    Die Protestierenden versammelten sich demnach vor dem sogenannten Washington State Capitol, in dem sich die Büros des Gouverneurs und der wichtigsten Minister der Regierung des Bundesstaates befinden. Die beiden Kammern der Legislative tagen in demselben Gebäude. Die Demonstrierenden, die die Zeitung als „Konservative und libertäre Gruppen“ bezeichnet, protestierten gegen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen und forderten die Wiedereröffnung der Geschäfte.

    Die Einschränkungen gelten bis zum 4. Mai und können verlängert werden. Die von regionalen republikanischen Abgeordneten organisierte Kundgebung habe sowohl gegen die entsprechende Anordnung des Gouverneurs als auch gegen die Richtlinien der Gesundheitsbehörden verstoßen, so die Zeitung. Viele Demonstrierende sollen keine Schutzmasken getragen und die Sicherheitsvorschriften wie Abstandhalten nicht erfüllt haben.

    Zuvor hatte der Gouverneur Jay Inslee unter anderem Versammlungen von mehr als 50 Personen verboten.

    Revolution wegen Freizeitfischereiverbot?

    Der republikanische Abgeordnete der regionalen Legislative Robert Sutherland rief zu einer Revolte auf, falls die regionale Regierung versuchen würde, das zeitweilige Verbot der Freizeitfischerei durchzusetzen: „Wenn wir fischen gehen, werden sie ihre Leute mit Gewehren schicken, und sie werden uns Strafzettel ausschreiben“, äußerte er. „Herr Gouverneur, wenn wir fischen gehen, schicken Sie uns Männer mit Gewehren hinterher, dann werden wir sehen, wie eine Revolution aussieht“, sagte Sutherland, der eine Pistole bei sich hatte.

    Der Gouverneur des Bundesstaates Jay Inslee verurteilte die republikanischen Gesetzgeber, die den Protest schürten, und forderte die Parteiführung dazu auf, sich gegen eine derartige Rhetorik ihrer Mitglieder auszusprechen.

    „Ich unterstütze die Redefreiheit. Aber Massenzählungen oder Reden werden nicht unseren Kurs bestimmen. Hier geht es nicht um Politik. Es kann nur darum gehen, das zu tun, was für die Gesundheit aller Einwohner von Washington am besten ist“, zitiert ihn die Zeitung.

    Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration friedlich, es gab keine Festnahmen.

    Trump unterstützt Proteste gegen Corona-Einschränkungen

    Medienberichten zufolge verteidigte US-Präsident Donald Trump die von ihm selbst angeheizten Proteste gegen Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie, die in mehreren US-Bundesstaaten stattgefunden  hatten. Das seien großartige Menschen, sagte Trump am Sonntagabend bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Demonstranten. „Sie haben Lagerkoller“. Diese Menschen wollten „ihr Leben zurück“. äußerte er.

    Nach Angaben der Johns Hopkins University sind in den USA mehr als 40.600 Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben und damit mehr als in jedem anderen Land der Welt. Insgesamt wurden landesweit mehr als 759.000 Corona-Infizierungen verzeichnet. Mehr als 70.000 Infizierte sind genesen.

    Das Gesundheitsministerium des Bundesstaates gab am Sonntag weitere zehn Todesfälle aufgrund des Erregers Covid-19 bekannt. Die Gesamtzahl der Corona-Toten betrage somit 634. Die Zahl der bestätigten Infizierungen in Washington beläuft sich auf 11.790, teilte die Behörde am Sonntag mit.

    asch/ae

     

     

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    Pandemie, Proteste, Einschränkungen, Einschränkung, Covid-19, Coronavirus, USA